Archiv der Kategorie: Rezensionen der Woche

Magie und Mord in London

Sarah Pinborough "Die Bürde des Blutes"Dass London, einer der ältesten Hauptstädte Europas, mit seiner reichen Geschichte ein reizvoller Schauplatz für Romane ist, ist bekannt. In den vergangenen beiden Lesewochen haben mich gleich drei Romane ins zeitgenössische London entführt. Aber es war nicht das London, das die meisten von uns kennen. Sondern eine Stadt der Magie, der übernatürlichen Wesen und  magischer Morde und perfider Intrigen.

In den packenden Fantasy-Thrillern „Die Bürde des Blutes“ und „Die Farben der Finsternis“ schildert uns Sarah Pinborough ein London, das insgeheim von der Bank und einem geheimen Netzwerk geleitet wird. Ihre Mitglieder, übernatürliche Wesen, die über die Fähigkeit des Scheins verfügen, begehen Morde und fürchterliche Experimente. Nur der Polizist Cass kann das Netzwerk und ihren Anführer Mr. Bright stoppen. Ein spannender Fantasy-Thriller, der von dem packenden Duell von Cass und Mr. Bright lebt.

Auch in dem faszinierenden Contemporary Fantasy-Roman „Die Flüsse von London“ bekommt es ein Polizist mit den magischen Verbrechen der übernatürlichen Bevölkerung Londons zu tun. Der junge Constable Peter Grant muss zusammen mit seinem Vorgesetzten, dem Magier und Inspector Nightingale, einen Konflikt zwischen den Flussgöttern Londons und Englands und eine Mordserie eines Rachegeists aufklären. Sehr spannend! Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.

 

Geister, Magier, Inkubi und die Apokalypse

Philippa Ballantine "Geist - A Book of the Order 1"

Die vergangene (Lese-)Woche war recht gefährlich. Nachdem mein Verstand und meine Fantasie erst von Geistern, Untoten, bösen Göttern und einem blutrünstigen Gestaltwandler aus Philippa Ballantines grandiosen High Fantasy-Romanen „Geist“ und „Spectyr“ bedroht gewesen waren, kam am Wochenende noch die nahe Apokalypse aus „Beautiful Chaos“ hinzu.

Nachdem ich eher durch Zufall die spannende und durch verschiedene bösartige Geister bedrohte Welt der Deacons entdeckt hatte, in die Philippa Ballantine ihre Leser entführt, kam ich nicht so schnell wieder von ihr los. Philippa Ballantine verfügt über ein tolles Erzähltalent und schafft ein spannendes und innovatives Setting, doch es ist ihre großartige Figurenkonstellation aus der aktiven Magierin Sorcha, dem jungen sensitiven Magier Merrick und dem verfluchten Exil-Prinzen Raed, in dem ein blutrünstiger Geisterlord haust, die den Leser nicht mehr loslässt. Mehr zu den beiden Romanen erfahrt ihr in meinen Rezensionen zu „Geist“, der im Sommer 2013 unter dem Titel „Der verfluchte Prinz“ auch auf Deutsch erscheint, und „Spectyr“ (erscheint im Februar 2014 unter dem Titel „Göttliche Rache“).

Düster wird es auch im dritten Roman der spannenden Contemporary Fantasy-Reihe von Kami Garcia und Margaret Stohl, der jetzt endlich im englischen Original vorliegt. Der Erzähler Ethan entführt die Leser in „Eighteen Moons – Eine grenzenlose Liebe“ wieder in das kleine Südstaatenstädtchen Gatlin, doch dieses Mal ist nicht seine Liebe zur Casterin Lena in Gefahr, sondern er selbst, seine Familie und seine Freunde, sondern die ganze Welt, denn Lenas Berufung zu Licht und Dunkel hat die gesamte Weltordnung gestört und die Mächte der Caster – so die Bezeichnung der Magier – können dieses Mal wenig gegen das drohende Schicksal ausrichten. Wieder absolut spannend und mit einem unerwarteten Ende!