Interview mit Lillith Korn

Diese Woche, nämlich am 7.7., ist der neue Roman von der lieben Lillith Korn erschienen. Ich durfte in „Finleys Reise nach Andaria“ vorab reinlesen und bin wirklich verzaubert von dieser schönen Fantasygeschichte.

Darum möchte ich euch den Roman und die Autorin heute gerne vorstellen.

 

Buchcover mit einem Jungen in Kapuzenjacke auf magisch funkelnder, nächtlicher StraßeKlappentext:

»Ich bin Finley Freytag. Der Verrückte, der Dinge sieht und hört, die es nicht wirklich gibt.«

Als Waise aufgewachsen, ist ein altes Armband alles, das Finley von seiner Familie geblieben ist. Doch als er es verliert und sich auf die Suche danach begibt, findet er sich plötzlich in der Welt Andaria wieder. Zwischen seltsamen Wesen, einer Prophezeiung und einem bösen König ist da noch Mara – die nicht nur ein dunkles Geheimnis verbirgt, sondern obendrein unausstehlich ist.Und ausgerechnet diese beiden sollen auserkoren sein, Andaria gemeinsam zu retten …

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Liebe Lillith, möchtest du dich kurz vorstellen?

Aber gerne doch. 🙂 Ich bin 33 (wie die Zeit vergeht!) und lebe mit meinen beiden Hunden in einer WG in Berlin. Da meine Mitbewohnerin (fungiert auch als persönliche Muse) auch einen Hund hat, tingeln drei vierbeinige Wesen durch die Bude. 🙂
Seit Ende 2014 habe ich das Schreiben für mich entdeckt und ich liebe es! Ich wollte vorher schon gern mal einen Roman schreiben, aber ich habe mir das nicht zugetraut. Jetzt weiß ich, dass ich das schaffen kann und möchte nichts anderes mehr tun.

 

Viele kennen bereits deine „Better- Life“-Dystopie: Was hat dich bewogen, dich jetzt der Fantasy zuzuwenden? Bist du beim Schreiben auf bestimmte Genres festgelegt (z.B. Genres, die du selbst gerne liest) oder ist für dich die Idee entscheidend? Oder anders gefragt: Wie kamst du auf die Idee zu deinem neuen Fantasyroman?

Eigentlich sollte schon mein Debüt ein Fantasy-Roman werden und zwar genau der, der jetzt erschienen ist. 🙂 Doch wie es manchmal so ist, hat mich eine andere Story gepackt, nämlich die von Better Life.  Die Dilogie ist ja nun vollendet, sodass ich mich dem Genre zuwenden konnte, in dem ich eigentlich schreiben möchte: der Fantasy.
Was die generelle Genrewahl angeht, bin ich relativ offen. Ich mag Dystopien (also in gewisser Weise Sci-Fi), Thriller, aber vor allem Fantasy. Also es kommt ganz auf Idee an!
Nur in dem Genre Erotik wird man mich niemals finden, das ist einfach nicht meins und macht mir keinen Spaß zu schreiben. Einer Lovestory wäre ich hingegen nicht grundsätzlich abgeneigt, sofern sie keinen 0815-Plot hat. Aber wie gesagt, mein Herz schlägt für Fantasy.

 

„Finleys Reise nach Andaria“ lautet der Titel deines brandneuen Fantasyromans, der gerade erschienen ist. Zwei Fragen zu Beginn, die sich die Leser des Titels vielleicht stellen, und die du ihnen natürlich am besten beantworten kannst: Wer ist Finley und was ist Andaria?

Finley ist ein sechzehn Jahre alter Waisenjunge, der im Heim lebt und seine Eltern nie kennengelernt hat. Alles, was er noch von ihnen besitzt, ist ein Armband. Für ihn ist es deshalb sein einziges bisschen Identität. Da ist es klar, dass er sofort loszieht, als er es verliert. Er wusste natürlich nicht, wo er landen würde: in Andaria. Das ist eine magische Welt, die einst von 14 Göttern erschaffen wurde. Aus diesen Göttern gingen dann auch die entsprechenden Völker und Wesen hervor. 🙂

 

Wie würdest du deinen Roman einordnen? Für wen ist „Finleys Reise nach Andaria“ genau das richtige Buch? 

Ich würde ihn in Jugend-Fantasy/Urban-Fantasy einordnen. Obwohl das Buch auch prima für Erwachsene lesbar ist. Also wohl auch All-age-Fantasy. Haha, du siehst schon, ich bin mir da nicht ganz mit mir selbst einig. 😀

 

Ich habe deinen Roman ja schon gelesen und eins der Dinge, die mir als außergewöhnlich aufgefallen sind, ist die Vorstellung von Magie im Roman. Magst du vielleicht kurz erzählen, wie es zu den Gaben kam?

In Andaria gibt es 14 Götter (Ich wiederhole mich, was? 😀 ) und diese schufen nicht nur magische Wesen (wie z. B. Zeitfresser), sondern auch verschiedene Völker. Und je nach Gott, dem das Volk entstammt, entwickeln sich bei den Menschen auch Gaben. Nehmen wir mal das fahrende Volk.  Alle aus dem fahrenden Volk haben kristallblaue Augen und einen Blick, mit dem sie andere leicht beeinflussen können. Deshalb sind sie beispielsweise gute Händler.

 

Wenn du einen Ort im Roman selbst besuchen könntest, für welchen würdest du dich entscheiden und warum?

Hmmm … ich finde wirklich viele Fantasywelten total spannend und interessant, aber ob ich in einer von ihnen leben wollen würde? Ich denke eher nicht, ich bin ein Angsthase und habe es gern sicher. Und in den magischen Welten droht doch oft Gefahr …

 

Gab es eine Szene im Buch, die dir besonders viel Spaß beim Schreiben gemacht hat oder die dir schwer gefallen ist? Und falls ja, welche?

Spaß gemacht haben mir vor allem die lustigen Szenen. Zum Beispiel wie Finley das Feuer auspinkelt und wie Mara darauf reagiert. Außerdem generell Maras schnippische Art. 😀 Schwer fiel mir das Ende, was auch daran liegt, dass ich zu wenig geplottet habe. Aber nach einigen Überarbeitungen gefällt es mir nun. 🙂

Autorin Lillith Korn mit ihren Hunden
Foto: privat

 

Im Buch wird Finley ja auf eine Mission geschickt und muss etliche Abenteuer bestehen. Wenn du an Finleys Stelle gewesen wärst und man dich auf eine Reise durch eine magische Welt schicken würde, wie hättest du reagiert?

Ich hätte noch viiiiel ängstlicher reagiert! Wahrscheinlich hätte ich mich erst mal wochenlang beim fahrenden Volk eingenistet. Aber irgendwann wäre ich die Reise dann vielleicht doch angetreten …

 

Im Roman spielt ja auch eine Prophezeiung eine wichtige Rolle: Glaubst du an Vorbestimmung, Schicksal oder ähnliches?

Jein? 😉 Irgendwie denke ich schon, dass alles seinen Sinn und jeder seine Aufgabe hat. Aber ich glaube nicht, dass man dem Schicksal komplett ausgeliefert ist. Eher, dass man im Leben an Wendepunkte kommt (= Schicksal), und an diesem kann man die Entscheidung treffen, welche Abzweigung man nimmt (= Selbstbestimmung).

 

Wenn du einen Tag lang als ein Fantasywesen verbringen könntest, welches würdest du dann gerne sein?

Ohhh, was für eine schöne Frage! Ich wäre dann gern ein Drache. Der kann fliegen, was ich mir einfach klasse vorstelle, und er kann sich auch verteidigen, wenn Gefahr droht.

 

Was ich andere Autoren ja gerne frage, ist, was für sie den Reiz einer Geschichte ausmacht: Ist es die Idee, die Figuren, die Welt, die Handlung, der Humor …? Was machte für dich den Reiz aus, Finleys Geschichte zu schreiben? Oder anders gefragt: Was ist dir an deinem Roman besonders wichtig?

Der größte Reiz war zuerst die magische Welt (und die Wesen), zu der ich so viele Ideen hatte. Und dann wurde es Finleys Entwicklung. Und für mich ist das Sahnehäubchen der Humor, an einigen Stellen habe ich vor dem Laptop gesessen und in mich hineingekichert. 😀

 

Hast du bestimmte Angewohnheiten oder Rituale beim Schreiben?

Es gibt ja viele, die beim Schreiben gern Musik hören oder so etwas. Ich habe am liebsten Stille, so kann ich am besten im Schreiben versinken. Zum Plotten hingegen höre ich gerne mal einen epischen Fantasysoundtrack – das kann mich wunderbar zu dramatischen oder heldenhaften Szenen inspirieren.
Meine Lieblingsschreibzeit ist abends. Vielleicht ist das wirklich ein kleines Ritual: Meistens koche ich, esse etwas, schaue eine Folge Serie und dann geht es los. 🙂

 

Du hast deinen neuen Roman ja ohne Verlag herausgebracht: Was schätzt du am Self-Publishing?

Das stimmt. Verlag und Selfpublishing hat beides jeweils Vor- und Nachteile. Besonders schätzen tue ich am Selfpublishing die Freiheit. Wenn ich merke, es läuft nicht so gut, kann ich beispielsweise eine Preisaktion vorbereiten. Oder wenn ich einen Tippfehler finden sollte, kann ich schnell das E-Book und ggf. die Printausgabe aktualisieren. Rezensionsexemplare kann ich im Null Komma Nichts versenden … und ich habe monatlich die Tantiemen im Überblick. Da weiß ich gleich, wie viel ich fürs nächste Buch sparen kann, denn Selfpublishing kostet ja quasi in der „Herstellung“ mehr.

 

Frei nach dem Fußball-Motto „Nach dem Buch ist vor dem Buch“: Magst du uns vielleicht schon verraten, woran du als Nächstes schreibst?

Hihi. „Nach dem Buch ist vor dem Buch“ passt bestens. Ich plane, jetzt mit Finley 2 loszulegen. Und ich habe da schon ein paar nette Ideen und ungefähr einen halben Plot.
Und was ich danach schreibe, weiß ich auch schon. So viel verrate ich: Es wird wieder Urban-Fantasy. 🙂

 

Vielen lieben Dank, Lillith, für das Interview und die interessanten Antworten. <3

Falls ihr noch mehr über Lillith Korn und ihre Romane erfahren wollt, dann besucht sie doch auch einmal auf ihrer Website http://www.lillithkorn.com/  oder auf ihrer Facebook-Seite.

Meine Rezension zu „Finleys Reise nach Andaria“ ist auch schon online. Wenn ihr mehr über das Buch wissen wollt, dann schaut doch mal rein. 🙂

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