Kurzrezi: Lillith Korn „Shadowcross: Madisons Party“

Heute gibt es wieder eine neue Kurzrezension für euch. Da es sich bei „Shadowcross“ ja um eine Buchserie mit recht kurzen Episoden (50-60 Seiten) handelt, habe ich mich entschieden, dass ich die 2. Episode aus der Reihe „Madisons Party“ wieder nur als Kurzrezi vorstelle.

Falls ihr Episode 1 „Das Vermächtnis“ allerdings noch nicht gelesen haben solltet: Achtung, die Rezi enthält Spoiler, das lässt sich leider nicht vermeiden.

Inhalt:

Buchcover mit Mädchen vor düsterem, rotem HintergrundDer 17-jährige Riley Hunter musste schmerzhaft erfahren, dass unsere Welt düster ist und Monster durchaus existieren. In einer Parallelwelt zu unserer eigenen namens Shadowcross musste er sich Doppelgängern und Menschenfressern stellen und wurde von seinem Vater David in das Familiengeheimnis eingeweiht: Sie sind Monsterjäger und schließen die Risse zwischen den beiden Welten.

Zurück zu Hause muss Riley diese neue Erkenntnis erst einmal verkraften. Ihm gelingt es nicht, ohne Weiteres in seinen Alltag zurückzukehren, trotz der Bemühungen seines besten Freundes Zac und seiner Eltern, die ihn überreden, zur Party der beliebten Cheerleaderin Madison zu gehen. Doch es dauert nicht lange, bis Riley diese Entscheidung bereut …

Meine Meinung:

Nachdem mir die erste Folge „Das Vermächtnis“ super gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf die zweite Folge von Lillith Korns neuer Dark Fantasy-Serie „Shadowcross“. Doch wer erwartet hat, dass die Handlung in derselben düsteren Stimmung fortfährt, der täuscht sich. Die zweite Episode liest sich anders als die erste.

In „Madisons Party“ steht Rileys Leben in der normalen Welt im Vordergrund und wir lernen zwei neue Charaktere kennen: Rileys besten Freund Zac, ein loyaler Freund und Spaßvogel aus schwierigen Familienverhältnissen, und Madison, eine gut aussehende Cheerleaderin aus reichem Elternhaus und eins der beliebtesten Mädchen der Schule. Zac ist in sie verschossen.

Der Kontrast zwischen den Ereignissen in Shadowcross in der 1. Folge und dem Alltag in Redwater in der 2. Folge ist eklatant. Riley hat mit normalen Teenagersorgen genauso zu kämpfen wie seinem unerwarteten Familienerbe und der Tatsache, dass seine Nanny Abby tot ist und es eine Parallelwelt gibt, in der es Monster gibt. Dadurch wirkt die Episode jedoch weniger spannend, auch wenn sie wichtig und notwendig ist, um die Figuren und die normale Welt einzuführen. Erst gegen Ende nimmt die Handlung wieder an Fahrt auf und endet mit einem Cliffhanger, der Dramatik und Spannung für die 3. Episode verspricht, die am 5. August erscheinen wird.

Ich muss gestehen, ich hatte beim ersten Lesen auch mit den neuen Erzählperspektiven zu kämpfen. Dadurch dass die 1. Episode allein aus Rileys Sicht geschrieben ist, kommen die beiden neuen Erzähler überraschend – und zunächst einmal wollte ich keine neuen Erzähler, schließlich ist das gefühlt Rileys Geschichte. Hinzu kommt, dass ich mit Maddie oder Madison zunächst nicht so recht warm wurde, auch wenn mit ihr ein interessanter neuer Aspekt Einzug in die Geschichte hält: Magie.

Beim zweiten Lesen habe ich mich jedoch mit der Veränderung der Erzählweise angefreundet und bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

Fazit: Eine nicht ganz so spannende Episode wie der starke Auftakt, aber nichtsdestotrotz eine gelungene Fortsetzung der „Shadowcross“-Reihe mit einem fulminanten Ende, das den Lesern dem Erscheinungstermin der dritten Episode entgegenfiebern lässt.

 

„Shadowcross“ umfasst bislang folgende Episoden:

  1. „Das Vermächtnis“
  2. „Madisons Party“
  3. „Katzen“
  4. „Daddy“

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