Annie Laine „Romina. Tochter der Liebe“

Inhaltsangabe:

junge Frau in antikem weißen Gewand umgeben von FedernKurz vor ihrem 19. Geburtstag wird die Halbgöttin Romina von ihrem Vater, dem griechischen Liebesgott Eros, auf Geheiß der Schicksalsgöttinnen aus dem Olymp verbannt, auf dem sie aufgewachsen ist. Sie soll ihre menschliche Seite und das Leben auf der Erde kennen lernen.

Romina ist verzweifelt, als sie im tiefsten Winter auf der Erde strandet, und äußerst dankbar, als ihr der sympathische Student Devin ein Obdach und seine Hilfe anbietet. Doch als sich ihr ein Ausweg bietet, um doch noch nach Hause zurückzukehren, muss sie sich zwischen dem Olymp und Devin entscheiden, ohne zu ahnen, was sie die Entscheidung kosten wird …

Meine Meinung zu „Romina. Tochter der Liebe“:

Ja, ich lese inzwischen wirklich sehr, sehr selten romantische Fantasy, aber „Romina. Tochter der Liebe“ musste ich einfach lesen, denn ich habe Annie als liebe Bloggerin und Autorenkollegin kennen gelernt und war einfach sehr gespannt auf ihr Debüt. Und als ich dann noch las, dass es um die griechischen Götter geht, ist das E-Book praktisch wie von selbst auf meinen E-Book-Reader gewandert.

Worum geht es im Roman?

Der Roman erzählt die Geschichte von Romina, der Halbgöttin und Tochter des griechischen Liebesgottes Eros. Auf dem Olymp aufgewachsen ist ihre göttliche Seite sehr stark, beinahe besitzt sie selbst die Kräfte einer vollen Göttin. Doch als sie auf die Erde verbannt wird, muss sie ihre menschliche Seite akzeptieren und ihre Wurzeln finden. Romina steht vor einem Konflikt: Will sie wirklich in den Olymp zurückkehren, für immer ihren menschlichen Part aufgeben und eine Göttin werden? Oder will sie das Leben mit Devin und ihren menschlichen Freunden verbringen, Liebe erfahren und ihr menschliches Schicksal annehmen?

Die Hauptfiguren:

Hauptfigur und Ich-Erzählerin des Romans ist die 18-jährige Romina, Tochter von Eros. Sie ist seine rechte Hand und sorgt mit ihren silbernen und goldenen Pfeilen dafür, dass sich füreinander bestimmte Paare finden und ineinander verlieben. Obwohl sie ein „Liebesengel“ – sie besitzt Flügel – ist, war sie noch nie selbst verliebt. Sie liest Liebesromane, um eine Vorstellung von den Auswirkungen der Liebe auf die Menschen zu bekommen. Als Halbgöttin kann sie sich zudem unsichtbar machen und ist kälteunempfindlich, weshalb sie anfänglich das luftige, traditionelle Gewand (Chiton) trägt.

Devin ist 20 Jahre alt, ein sehr begabter Student (Stipendiat) der Literatur und lebt mit seiner Schwester Julie zusammen in einer WG in Toledo (Ohio). Er ist sehr nett und hilfsbereit, weshalb er Romina sofort bei sich aufnimmt, als er von ihrer Notlage erfährt.

Eros ist Rominas Vater und der griechische Gott der Liebe. Er ist mit Psyche verheiratet und hat mit ihr eine Tochter, Hedone. Als er erfährt, dass Rominas Mutter tot ist, nimmt er seine Tochter im Säuglingsalter in den Olymp. Er weiß, dass Romina irgendwann den Olymp wieder verlassen muss, aber er will es nicht wahrhaben, da er seine Tochter liebt und um sich haben will.

Gehört das Buch zu einer Reihe?

Nein, der Roman ist ein Einzelband.

Wie liest sich das Buch?

Der Roman ist überwiegend aus der Ich-Perspektive von Romina geschrieben, weshalb sie eine tolle Identifikationsfigur für Mädchen und junge Frauen ist. Gut, dafür bin ich zu leider etwas zu alt, macht aber nichts. 😉

Hin und wieder ergänzen Einschübe aus Eros‘ Sicht die Geschichte und enthüllen uns Leser die Vorgeschichte und seine Absichten mit der Verbannung, wodurch man sie besser nachvollziehen kann.

Dadurch dass es sich bei „Romina. Tochter der Liebe“ um einen Romantasy-Titel handelt, konzentrierte sich der Roman stark auf das Gefühlsleben der Protagonistin – für mich, da ich eher spannende oder lustige Fantasyromane lese, zum Teil etwas ungewohnt. Ein guter Ausgleich dafür waren die Szenen mit den Göttern, in denen wir mehr über das griechische Pantheon erfahren haben.

Insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig und wie ein leichter Sommerroman (nur eben mit winterlichem Setting).

Was hat mir besonders gut an „Romina. Tochter der Liebe“ gefallen?

Ich muss gestehen, mir gefiel besonders der Fantasy-Aspekt des Buchs, also das was wir über Rominas göttliche Seite, ihre Fähigkeiten, etc. erfahren haben. Ich bin ja ein großer Rick Riordan-Fan, weshalb ich es toll fand, dass hier andere Götter im Fokus standen als in seinen Reihen.

Auch Romina als Protagonistin mochte ich gerne. Sie ist eine sympathische Figur, macht aber auch Fehler und ist keine arrogante Halbgöttin oder Alleskönnerin. Romina hat auch Schwächen und Eigenheiten, die sie liebenswert machen. Manche würden sie vielleicht ein wenig naiv nennen, dabei aber nicht berücksichtigen, dass sie eben nicht unter Menschen aufgewachsen ist, wodurch ich dies plausibel fand.

Was hat mir nicht gefallen?

Teilweise hätte es mir ein bisschen spannender sein können, besonders als Romina nach ihrer Verbannung auf die Erde gefühlt erst mal gar nichts tut, auch wenn ich verstanden habe, warum es notwendig war, hier Tempo rauszunehmen. Nichtsdestotrotz habe ich mich ertappt, dass ich hier ein wenig schneller gelesen habe. Außerdem gab es wenig Überraschungen in der Handlung – für mich aber ein typisches Liebesroman-Problem. Man weiß halt, worauf es am Ende hinauslaufen wird.

Wie hat mir das Buch insgesamt gefallen?

Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen und das obwohl Romantasy sonst ja nicht so mein Genre ist. Aber die Geschichte ist flüssig geschrieben und besitzt eine tolle Heldin, auch wenn ich mich aufgrund meines Alters nicht ganz mit ihr identifizieren konnte. Besonders gut gefiel mir persönlich der Fantasyaspekt – ja, nicht die Liebesgeschichte an sich. Ich bin und bleibe eben ein Fantasyfreak und keine Romantikerin. 😉

Wem würde ich „Romina. Tochter der Liebe“ empfehlen?

Leserinnen von romantischer Fantasy ab 16 Jahren werden an diesem Romantasy-Buch auf jeden Fall ihre Freude haben.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenIch muss gestehen, wenn es um Fantasy-Romane mit Halbgöttern geht, kommt bei mir keiner an Rick Riordan vorbei. Seine Reihen über griechische und römische Halbgötter sind ein Muss für jeden Fantasyfan mit einem Faible für Mythen. Die Reihen „Percy Jackson“ und „Helden des Olymp“ gehören definitiv mit zu den Romanen, die ich immer wieder gerne lese.

Wenn’s ein bisschen mehr Richtung Liebe und Drama gehen soll, dann kann ich auch die „Göttlich“-Trilogie von Josephine Angelini empfehlen. Los geht die Geschichte um eine antike Fehde, göttliche Kräfte und eine schicksalhafte und verbotene Liebe in „Göttlich verdammt“.

Die Website von Annie Laine:

Mehr über die Bloggerin und Autorin Annie Laine erfahrt ihr auf ihrer Website https://annielaineautorin.wordpress.com/  oder auf ihrer Facebook-Seite.

Das Buch:

junge Frau in antikem weißen Gewand umgeben von Federn395 Seiten

E-Book

Juli 2017

Dark Diamonds (Carlsen Verlag) 

Preis: 4,99 € (D)

ISBN: 978-3-646-30056-7

Für Fantayfans: phantastische Buchtipps, Rezensionen und Autorenportraits