Ben Aaronovitch „Der böse Ort“

Inhaltsangabe zu „Der böse Ort“:

Buchcover zu "Der böse Ort" von Ben AaronovitchUrban FantasyMagie & VerbrechenZauberlehrlingeEin neuer Fall für Constable Peter Grant!

Die Suche nach dem Gesichtslosen Mann, ein flüchtiger schwarzer Magier, hält den jungen Polizisten und Zauberlehrling Peter, seine Kollegin und Freundin Lesley und ihren Boss Detective Inspector Thomas Nightingale immer noch auf Trapp. Doch die Spur scheint kalt zu sein, bis sie ein Zufall auf die Spur eines möglichen Verbündeten des Gesichtslosen Mannes führt.

Peter und Lesley ermitteln in dem mysteriösen Verkehrsunfall von Robert Weil, der sich kurz darauf als Mordverdächtiger entpuppt. Als ein unerklärlicher Selbstmord an einer Londoner U-Bahn-Haltestelle magische Spuren zeigt und ein Gauner, der kurz zuvor ein deutsches Buch der Magie versetzen wollte, tot aufgefunden wird, stehen Peter, Lesley und Nightingale vor einem Rätsel.

Die einzige Verbindung der Fälle scheinen ein seit Jahrzehnten toter deutscher Architekt namens Erik Stromberg und sein heruntergekommenes Hochhaus Skygarden zu sein. Doch welches Interesse hat der Gesichtslose Mann an dem toten Architekten und seinem Gebäude? Peter und Lesley ermitteln inkognito – bis ihre Spur sie zu der mächtigen russischen Magierin Varenka Debroslova alias Varvara Tamonina führt und ihr Cover auffliegt …

Meine Meinung zu „Der böse Ort“:

„Der böse Ort“ ist bereits der 4. Band der spannenden zeitgenössischen Fantasyreihe von Ben Aaronovitch um den jungen Constable Peter Grant und die Flüsse von London. Doch leider ist „Der böse Ort“ auch der erste Band der Reihe, der mich nicht hundertprozentig überzeugen konnte.

Ben Aaronovitchs Story begeistert wieder mit ihrer besonderen Mischung aus Magie, magischen Traditionen, modernem Londoner Kulturenmix, spannenden Kriminalfällen und modernem Großstadtflair von London. Auch in diesem Band haben die Londoner Flüsse, Flussgeister in menschlicher Gestalt, wieder ihren Auftritt. Doch leider spielen sie zum ersten Mal in Aaronovitchs Reihe eine klare Nebenrolle, wodurch die Geschichte für mich ein bisschen an Reiz verloren hat.

Ben Aaronovitch‘ Reihe lebt von seinen Hauptfiguren und interessanten Charakteren. Daher fand ich es schade, dass die Figuren während Peters und Lesleys Ermittlung im Stromberg-Fall und auf der Suche nach dem Gesichtslosen Mann etwas in den Hintergrund getreten sind, denn mal ehrlich, Architektur und Architekturgeschichte in Verbindung mit Magie ist nicht für jeden Leser interessant. Während mich Peters Experimente zu den wissenschaftlichen Regeln der Magie in den vergangenen Romanen immer gefesselt haben, konnte ich mit der Magie der Architektur nichts anfangen. Auch jetzt, nach dem Lesen des kompletten Romans, habe ich sie immer noch nicht wirklich verstanden.

Auch fand ich die Krimi-Aspekte der Handlung dieses Mal nicht wirklich überzeugend. Mir waren zu viele Sprünge und Zufälle dabei. Ich hoffe, dass Ben Aaronovitch bei „Der böse Ort“ nur etwas geschwächelt hat und dass der nächste Band der Reihe wieder zu seinen alten Stärken zurückfindet, denn Aaronovitch‘ Schreibstil ist packend, die Hauptfigur ein echter Sympathieträger und die Mischung von Magie und Wissenschaft, Tradition und Moderne ist genial.

Daher dieses Mal leider ein Buch Abzug für „Der böse Ort“. Doch ich hoffe auf eine starke Fortsetzung. Das überraschende Ende ist jedenfalls sehr vielversprechend.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenBen Aaronovitch überzeugt mit seiner einzigartigen Mischung aus moderner europäischer Urban Fantasy und spannendem Krimi. Mit seinem besonderem Schreibstil und seiner sympathischen Hauptfigur Peter konnte Aaronovitch die Leser bereits im ersten Band „Die Flüsse von London“ überzeugen. „Schwarzer Mond über Soho“ und „Ein Wispern unter Baker Street“ folgten. „Der böse Ort“ ist der 4. Band und erscheint im Mai 2014. Voraussichtlich im Juli 2014 erscheint dann der 5. Band „Foxglove Summer“ auf Englisch.

Wer sich für übernatürliche Ermittlungen in London interessiert, dem kann ich auch „Die Bürde des Blutes“ und „Die Farben der Finsternis“ von Sarah Pinborough empfehlen. Der Londoner Polizist Cass Jones kommt nach dem Tod seines Bruders einem unheimlichen Serienmörder und entdeckt eine geheime Organisation, die über den magischen Schein verfügt. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Ein außergewöhnlicher paranormaler Ermittler ist auch der Magier Harry Dresden von Jim Butcher. In „Die dunklen Fälle des Harry Dresden“ ermittelt er als Privatdetektiv in Chicagos übernatürlichen Geheimnissen und Verbrechen und bekommt es dabei mit Vampiren, Werwölfen, dunklen Magiern und zahlreichen weiteren magischen Gegnern zu tun. Den ersten offiziellen Fall dürfen wir in „Sturmnacht“ erleben.

Die Website von Ben Aaronovitch:

Mehr zu Ben Aaronovitch und seinen Romanen erfahrt ihr auf seiner englischsprachigen Homepage.

Das Buch:

Buchcover zu "Der böse Ort" von Ben Aaronovitch400 Seiten

Taschenbuch

Mai 2014

Deutscher Taschenbuch Verlag

Preis: 9,95 € (D)

ISBN: 978-3-423-21507-7

Originaltitel: „Broken Homes“

Deutsche Übersetzung: Christine Blum

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Für Fantayfans: phantastische Buchtipps, Rezensionen und Autorenportraits