Brandon Sanderson „Alcatraz und das Pergament des Todes“

Inhaltsangabe zu „Alcatraz und das Pergament des Todes“:

Buchcover zu "Alcatraz und das Pergament des Todes" von Brandon SandersonwitzigJung & AltMagie heuteAlcatraz hat es mal wieder geschafft: Er steckt bis zum Hals in Schwierigkeiten! Doch daran ist sein Großvater Leavenworth Smedry, der durchgeknallte, aber liebenswerte und immer zu spät kommende Okulator und erklärte Feind der Bibliothekare, nicht ganz unschuldig, hat er doch seine Verabredung mit Alcatraz wieder einmal versäumt. Nun muss sich Alcatraz ganz allein gegen eine Schar bösartiger, machtbesessener Bibliothekare zur Wehr setzen. Doch glücklicherweise ist Alcatraz kein gewöhnlicher Dreizehnjähriger. Er ist ein waschechter Smedry – sprich, einzigartig, leicht verrückt, tollkühn und sehr gefährlich, denn wie jedes Mitglied seiner Familie besitzt er ein besonderes Talent. Das Talent, Dinge zu zerstören …

Ein paar zerstörte Türen, Wände und Flugzeuge später befindet sich Alcatraz mit seiner Freundin Bastille, seinem Onkel Kazan und seiner Cousine Australia auf dem Weg nach Nalhalla in die Freien Königreiche und in Sicherheit. Mittlerweile hat er erfahren, dass sein Großvater eine Spur seines lange verschollenen Vaters Attica gefunden hat, die ihn auf direktem Wege zur geheimnisvollen Bibliothek von Alexandria geführt hat, dem gefährlichsten Ort der Welt, an dem untote Kuratoren – Bibliothekare der übelsten Sorte – die unvorsichtigen Besucher um ihren Verstand und ihre Seele bringen wollen.

Während Alcatraz noch diese überraschende Neuigkeit verdaut und sich ebenfalls mit seinen Freunden zur Bibliothek von Alexandria aufmacht, taucht ein Kampfjet der Bibliothekare auf und feuert mit einer gefährlichen Linse auf den similatischen Glasdrachen, mit dem sie fliegen, und Alcatraz muss erneut um sein Leben kämpfen. Doch dann schlägt sein wildes und immer stärker werdendes Talent erneut zu.

Meine Meinung zu „Alcatraz und das Pergament des Todes“:

Auch der zweite Band um den einzigartigen Alcatraz macht einfach nur Spaß. Neben alten Freunden wie Alcatraz und Bastille lernen wir in „Alcatraz und das Pergament des Todes“ neue verrückte Smedrys kennen: Australia, die ebenfalls eine Okulatorin ist und das Talent besitzt, morgens nach dem Aufwachen manchmal sehr hässlich auszusehen, und Kazan, auch Kaz genannt, der das Talent besitzt sich zu verlaufen und der ausgerechnet als Führer der Gruppe fungiert. Beide Charaktere sind eine tolle Bereicherung für die Reihe und besonders Kaz und seine Liste, warum es besser ist, klein zu sein als groß, bringt mich einfach nur zum Schmunzeln.

In „Alcatraz und das Pergament des Todes“ erfahren wir auch endlich mehr über Alcatraz‘ Vater Attica. Während im ersten Band Alacatraz‘ Mutter Shasta, auch Ms. Fletcher genannt, eine große Rolle spielt, dreht sich der zweite Band um die Rettung seines Vaters, der seine Seele an die Skelett-Bibliothekare von Alexandria verschachert hat, um in den Besitz von verlorenem, mächtigem Wissen zu gelangen.

Die Idee der Bibliothek von Alexandria und ihrer Hüter ist gut ausgearbeitet und bringt Spaß. Besonders die zahlreichen cleveren Fallen und Regeln machen das Lesen von „Alcatraz und das Pergament des Todes“ sehr unterhaltsam.

Und natürlich hat auch Alcatraz, der Erzähler, nichts von seinem schrägem Humor und seiner Redegewandtheit verloren. Wieder führt er uns auf erzählerische Irrwege, reißt uns in schwindelerregende fantastische Abgründe, macht gemeine geheimnisvolle Andeutungen und lässt uns genüsslich in den spannendsten Momenten in der Luft hängen, um die absurdesten Kommentare und Erklärungen einzufügen, und spottet nebenbei über Fantasyromane und besonders über die von Brandon Sanderson und ist sich nicht zu schade, seine Leser zu belügen und zu quälen. Und das Schlimmste daran ist: Wir amüsieren uns einfach königlich dabei!

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

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Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

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„Alcatraz und das Pergament des Todes“ ist der 2. Band von Brandon Sandersons zeitgenössischer humorvoller Fantasy-Reihe um den jungen Okulator Alcatraz Smedry. Es empfiehlt sich allerdings mit dem ersten Band „Alcatraz und die dunkle Bibliothek“ zu starten – und das nicht nur, um der Verärgerung von Alcatraz zu entgehen. ;-P

Alcatraz-Fans können sich freuen: Band 3 und 4 „Alcatraz und die Ritter von Crystallia“ und „Alcatraz und die letzte Schlacht“ sind bereits erschienen und das offene Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Wir dürfen gespannt sein.

Brandon Sanderson begeistert nicht nur in seiner „Alcatraz“-Reihe mit großartigen Ideen, tollen Charakteren und außergewöhnlicher Magie. Ich kann auch die „Kinder des Nebels“-Trilogie sehr empfehlen. Außerordentlich spannend geschrieben und mit der genialen Grundidee der Magie durch Allomantie, dem Schlucken von Grundmetall, um bestimmte Arten von Magie auszuüben, packt seine Leser von der allerersten bis zur allerletzten Seite. Süchtigmachend!

Wer auf schräge Fantasy mit intelligentem Humor steht, dem kann ich auch die Romane von Terry Pratchett empfehlen. Weitere Tipps aus dem Bereich humorvolle Fantasy erhaltet ihr hier.

Die Website von Brandon Sanderson:

Mehr zum Autor und seinen Romanen erfahrt ihr auf Brandon Sandersons Website.

Das Buch:

Buchcover zu "Alcatraz und das Pergament des Todes" von Brandon Sanderson304 Seiten

gebunden

Oktober 2008

Heyne Verlag (Random House)

Preis: 12,00 € (D)

ISBN: 978-3-453-52415-6

Originaltitel: „Alcatraz Versus the Scrivener’s Bones“

Deutsche Übersetzung: Charlotte Lungstrass

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