Christoph Marzi „Memory – Stadt der Träume“

Inhaltsangabe zu „Memory – Stadt der Träume“:

Christoph Marzi "Memory - Stadt der Träume"Urban FantasyGeisterJugendbuchSie nennen ihn den mausgrauen Jungen. Der siebzehnjährige Schüler Jude Finney ist in der Tat ein Junge, der nicht besonders auffällt. Ein Durchschnittsjunge. Doch als Jude eines Nachts ein schlafendes Mädchen auf dem Highgate Cemetery findet, erkennt er ziemlich schnell, dass mit dem seltsamen Mädchen, das sein Gedächtnis verloren hat, etwas nicht stimmt.

Sie ist nämlich ein Geist, der zwischen Leben und Tod schwebt und der jeden Tag, mit jeder Erinnerung, die zurückkommt, ein bisschen mehr stirbt. Zusammen mit seinen Freunden Miss Rathbone und Quentin Gaskell versucht Jude das Rätsel um Story, wie sie das Mädchen genannt haben, zu lösen. Doch das ist nicht so einfach, wenn der eine ein toter Rockstar und die andere eine Kitsune, eine Füchsin, ist und Jude der einzige ist, der sie verstehen kann. Denn Jude verfügt über die seltene Fähigkeit, Geister zu sehen, und seine Gabe wird dringender benötigt als je zuvor, als überall in London auf den Friedhöfen die Geister zu verschwinden beginnen, geheimnisvolle gesichtslose Männer ihr Unwesen treiben und Jude der einzige ist, der Storys Körper finden und sie retten kann.

Meine Meinung zu „Memory – Stadt der Träume“:

Christoph Marzi ist der unumstrittene Meister des deutschen Urban Fantasy-Romans. Doch eigentlich müsste man sagen, der deutsche Meister des Urban Fantasy-Romans, denn seine spannende und ungewöhnlich packenden Romane könnten auch aus der Feder eines amerikanischen Bestsellerautors stammen. Wie stets hat Christoph Marzi auch in „Memory – Stadt der Träume“ die Handlung in einer europäischen Großstadt angesiedelt und schildert dem Leser spannende, unbekannte Facetten einer bekannten Stadt und das auf höchst unterhaltsame Weise. Ehrlich gesagt hätte ich vor der Lektüre nie gedacht, dass mich Friedhöfe, auch Londons Friedhöfe nicht, mal so faszinieren würden.

Christoph Marzi hat die Gabe, Fakten so geschickt mit der Fantasie zu vermischen, dass man als Leser manchmal nicht weiß, wo die einen aufhören und die andere beginnt. Er verleiht unserem Leben mit seinen Romanen wieder einen Zauber, der uns im Alltag leider verloren gegangen ist. Damit und mit seinen ungewöhnlichen, sympathischen Figuren wie Jude, Story, Gaskell und Miss Rathbone fesselt er die Leser aller Altersgruppen. Auch wenn der Verlag „Memory – Stadt der Träume“ als einen Jugendroman für Leser ab 14 Jahren einordnet, für mich ist es höchst gelungene, spannende All Age-Fantasy, die ich jedem Leser von Urban Fantasy nur zu gern weiterempfehle.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

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Christoph Marzi schaffte den Durchbruch 2004 mit dem Auftakt seiner großartigen Urban Fantasy-Reihe „Die Uralte Metropole“. Nach „Lycidas“ folgten mit „Lilith“, „Lumen und „Somnia“ noch drei weitere Romane der Reihe, bevor er sich anderen Projekten zuwandte. Besonders gut gefallen haben mir auch „Heaven – Stadt der Feen“ und „Grimm“.

Wem die Romane von Christoph Marzi gefallen, dem empfehle ich auch die „Grim“-Reihe von Gesa Schwartz. Die junge deutsche Fantasy-Autorin hat wie Christoph Marzi ihren ganz eigenen Stil, den sie uns in einer spannenden Fantasy-Reihe um den Gargoyle Grim näher bringt. Los geht’s mit „Grim – Das Siegel des Feuers“.

Die Website von Christoph Marzi:

Mehr zu Christoph Marzi und seinen Romanen erfahrt ihr auf seiner Website.

Das Buch:

Christoph Marzi "Memory - Stadt der Träume"321 Seiten

Taschenbuch

Juni 2013

Arena Verlag

Preis: 9,99 € (D)

ISBN: 978-3401-50452-0

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