Derek Landy „Die Diablerie bittet zum Sterben – Skulduggery Pleasant 3“

Inhaltsangabe zu „Die Diablerie bittet zum Sterben – Skulduggery Pleasant 3“:

Buchcover mit Skelett-Zauberer und lila HIntergrundModerne Weltdunkle Fantasystarke HeldinnenZwei Jahre ist es nun her, seit Stephanie alias Walküre Unruh den Skelett-Detektiv und Zauberer Skulduggery Pleasant kennen gelernt und von der geheimen Welt der Magie um sie herum erfahren hat. Zwei Jahre, seitdem sie sein Lehrling und seine Assistentin geworden ist.

Doch noch ahnt die 14-jährige Jung-Zauberin nicht, dass sie und ihr Mentor nun vor ihrem schwersten Fall stehen, als die Mordreihe an Teleportern ihnen Rätsel aufgeben. Doch wer hat es auf die Teleporter abgesehen? Verdächtige scheint es zunächst viele zu geben, denn Teleporter gelten in der übernatürlichen Gemeinde als wenig beliebt – und schwer umzubringen. Wie also konnte jemand die Zauberer, die sich bei Gefahr automatisch in Sicherheit teleportieren, überlisten und umbringen?

Doch als kurz darauf die Diablerie, ein Verbund aus Fanatikern, die hinter ihrem letzten Zusammentreffen mit Billy-Ray Sanguin und der Rückkehr des Groteskeriums steckte, ihre Aufwartung macht und ihren finsteren Plan enthüllt, scheint es fast schon zu spät zu sein, um sie noch aufzuhalten. Aber davon lassen sich Skulduggery, Walküre und ihre Freunde nicht stoppen.

Meine Meinung zu „Die Diablerie bittet zum Sterben – Skulduggery Pleasant 3“:

Nach dem fiesen Ende von Band 2 konnte ich es kaum erwarten, endlich „Die Diablerie bittet zum Sterben – Skulduggery Pleasant 3“ zu lesen. Wer jedoch erwartet hat, dass hier nun die letzte Szene des Vorgängerbandes aufgelöst wird (so wie ich), der wird enttäuscht werden. Dennoch ist auch der 3. Band der Contemporary Fantasy-Reihe wieder packend geschrieben.

Worum geht es in „Die Diablerie bittet zum Sterben“?

Wenn man „Die Diablerie bittet zum Sterben“ mit einem Satz beschreiben müsste, könnte es wohl dieser sein: Kampf von Gut gegen Böse. Das allein ist natürlich wenig aussagekräftig und könnte auf viele Romane, nicht nur aus dem Fantasy-Genre, zutreffen.

Daher nun mein neuer Versuch: „Die Diablerie bittet zum Sterben“ ist die Jugendfantasy-Geschichte zweier skurriler Außenseiter und Helden, des Skelett-Detektivs Skulduggery Pleasant und seiner 14-jährigen Schülerin Walküre Unruh, die im Raum Dublin übernatürliche Verbrechen wie die Mordserie an den Teleportern aufklären und die bösen Anhänger der Gesichtslosen bekämpfen, um den Untergang der Welt und der Menschheit zu verhindern.

Die Hauptfiguren:

Die Hauptfiguren sind, wie man unschwer am Reihentitel erkennen kann, der 400 Jahre alte Skulduggery Pleasant, der stets tadellos auftretende Skelett-Zauberer im Anzug und im alten Bentley, sowie seine inzwischen 14-jährige Schülerin Walküre, aus deren Sicht die Reihe erzählt wird. Daneben gibt es kleine Schar wiederkehrender Figuren. Zum einen die Freunde des Ermittler-Duos: Die gefährliche Informationsmaklerin China Sorrows, die man einfach lieben muss (das ist ein Insider), ihr Bruder, der Furcht einflößende, mächtige Mr Bliss, die mutige Kämpferin Tanith Low und Stephanies Familie, die aber in der Regel nur eine Nebenrolle einnimmt.

Von den Bösen sind der Killer Billy-Ray Sanguin, der Möchtegern-Killer Vaurien Scapegrace und Thurid Guild, der Großmagier des irischen Sanktuariums, den Skulduggery für einen Verräter im Dienst der Gesichtslosen hält wieder mit von der Partie.

Insgesamt eine bunte Riege an skurrilen Figuren, was für mich aber den Reiz dieser Reihe ausmacht.

Gehört das Buch zu einer Reihe?

Ja, „Die Diablerie bittet zum Sterben“ ist bereits der 3. Band der „Skulduggery Pleasant“-Reihe und da die Bände aufeinander aufbauen und wiederkehrende Figuren und Elemente haben, würde ich dringend empfehlen, die Romane in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

Wie liest sich das Buch?

„Die Diablerie bittet zum Sterben – Skulduggery Plesant 3“ ist wieder spannend geschrieben, doch längst nicht mehr so heiter und lustig wie die Anfänge des ersten Bandes, was auch daran liegt, dass die Gefahr durch die Gesichtslosen und ihre Rückkehr in die Welt der Menschen immer größer und unmittelbarer wird. Ich hatte aber den Eindruck, dass der Humor nicht ganz verschwunden ist, sondern dass er sich vielmehr in eine Art schwarzen Humor verwandelt hat.

Was hat mir besonders gut an „Die Diablerie bittet zum Sterben“ gefallen?

Grässlich Schneider kehrt zurück! Über die Rückkehr des Schneiders aus dem 1. Band habe ich mich sehr gefreut.

Auch gefiel mir, dass immer deutlicher wird, dass Stephanie für ihr Doppelleben als Walküre Unruh noch einen Preis zahlen wird, was wir Leser dieses Mal daran erkennen konnten, dass nicht sie selbst ihren ersten Kuss erlebt hat, sondern ihr Spiegelbild. Und das da noch was mit dem Spiegelbild kommen muss, ist ja klar!

Was hat mir nicht an „Die Diablerie bittet zum Sterben“ gefallen?

Das Ende! Ganz klar das Ende!

Zum Glück wurde ich vorgewarnt, denn ich habe mir bereits den nächsten Band gekauft, sonst würde ich mich angesichts des fiesen Endes wahrscheinlich gerade schwarz ärgern. Es ist düster – und lässt wieder viele Fragen offen. Ich bin gespannt, ob Derek Landy im nächsten Band direkt anknüpfen oder erst einmal etwas anderes erzählen wird. Aus der Erfahrung heraus vermute ich, dass er uns Leser wieder auf die Folter spannen wird.

Die Anhänger der Diablerie sind mir leider allesamt etwas zu blass geblieben. Jaron Gallow, Mörder-Rose und Schreck Krav – nicht mehr als Statisten neben dem schon bekannten Sanguin und dem geheimen Drahtzieher Batu. Das ist schade.

Ich habe außerdem ein bisschen den Humor und die besondere Dynamik zwischen Walküre und Skulduggery vermisst. Klar, Walküre wird älter, aber sie ist mit 14 Jahren gerade im besten Teenager-Alter. Die beiden müssten meiner Meinung nach viel häufiger aneinander geraten.

Was mich auch ärgert, ist, dass Derek Landy das Potential seiner Welt und seiner Figuren nicht ganz ausschöpft oder womöglich einfach nur für spätere Romane aufspart. Ich warte seit zwei Bänden darauf, dass es bezüglich des Spiegelbilds und Stephanies Familie einen großen Knall gibt. Oder kommt das noch?? (Falls ihr die Folgebände schon gelesen habt, bitte verratet es mir nicht.) Und was ist mit Echo-Gordon? Hallo? Wenn ich einen toten Onkel hätte, der mir alle Fragen und Geheimnisse der magischen Welt verraten könnte, würde ich das doch viel mehr nutzen!

Wie hat mir das Buch insgesamt gefallen?

Insgesamt finde ich die Reihe weiterhin sehr spannend und süchtig machend – immer diese gemeinen Cliffhanger am Ende – aber mir persönlich hat „Skulduggery Pleasant 3“ nicht ganz  so gut gefallen, wie seine beiden Vorgänger. Ich bin gespannt, ob Derek Landy mich im nächsten Band überraschen und das Tempo und den Humor wieder ein bisschen mehr steigern wird.

Wem würde ich „Die Diablerie bittet zum Sterben“ empfehlen?

Mädchen und Jungen ab 12 Jahren, die Fantasy mit Spannung, skurrilen Figuren und einer dunklen Note mögen, sind hier genau richtig. Da die Reihe viele spannende Elemente aufbietet, die auch erwachsene Fantasyleser fesseln, kann ich sie auch Fans von All Age– und Contemporary Fantasy empfehlen.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

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Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenPuh, da habe ich noch etwas vor mir. „Die Diablerie bittet zum Sterben“ ist erst der 3. Band der „Skulduggery Pleasant“-Reihe um den ungewöhnlichen Dieb und seine Schülerin von Derek Landy.  Die Reihe umfasst bislang folgende Bände:

  1. „Der Gentleman mit der Feuerhand“
  2. „Das Groteskerium kehrt zurück“
  3. „Die Diablerie bittet zum Sterben“
  4. „Sabotage im Sanktuarium“
  5. „Rebellion der Restanten“
  6. „Passage der Totenbeschwörer“
  7. „Duell der Dimensionen“
  8. „Die Rückkehr der Toten Männer“
  9. „Das Sterben des Lichts“

Wer danach noch immer nicht genug von Derek Landys Helden und ihrer Welt bekommt, der erfährt in „Tanith Low – Die ruchlosen Sieben“ mehr über die Kämpferin und Freundin von Walküre Unruh. Ich selbst habe den Roman leider noch nicht gelesen, aber da er nach Band 5 der „Skulduggery Pleasant“-Reihe angesiedelt sein soll, werde ich das auch noch eine Weile aufschieben müssen. Ich bin aber schon gespannt.

Weitere Buchtipps für junge Leser ab 12 Jahren findet ihr in meiner Rubrik Fantasy für Kinder ab 12 Jahren. Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern!

Die Website von Derek Landy:

Mehr zur „Skulduggery Pleasant“-Reihe, zum Autor und seinen Romanen erfahrt ihr auf Derek Landys englischsprachigem Blog  oder auf der deutschen Website zur Reihe http://www.skulduggery-pleasant.de/.

Das Buch:

Buchcover mit Skelett-Zauberer und lila HIntergrund352 Seiten

Taschenbuch

Januar 2012

Loewe Verlag

Preis: 9,95 € (D)

ISBN: 978-3-7855-7405-8

Originaltitel: „Skulduggery Pleasant – The Faceless Ones“

Deutsche Übersetzung: Ursula Höfker

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