Eoin Colfer „Die verlorene Kolonie – Artemis Fowl 5“

Inhaltsangabe zu „Die verlorene Kolonie – Artemis Fowl 5“:

Fantasybuchcover mit Elfe, Zwerg und Dämon zu "Die verlorene Kolonie"DämonenElfenParallelweltEinst lebten die verschiedenen Feenvölker zusammen mit den Menschen an der Erdoberfläche. Doch der Krieg mit den Menschen trieb sieben der Feenvölker – Feen, Elfen, Zwerge, Kobolde, Wichtel, Zentauren und Trolle – in den Untergrund. Nur das achte Volk entschied sich für einen anderen Weg und versetzte seine Heimat mit einem gewaltigen Zauberspruch in eine andere Dimension. Seitdem gelten die Dämonen als verschollen.

Doch als der Zauber langsam zerfällt, kehren die ersten Dämonen der verlorenen Kolonie zurück zur Erde und ausgerechnet das 14-jährige einstige Verbrechergenie Artemis Fowl hat als erster Mensch mit ihnen Kontakt. Doch er ist nicht der einzige.

Minerva Paradizo ist 12 Jahre alt, ein Genie und sieht in den Dämonen und ihren interdimensionalen Reisen ihre große Chance, einen Nobel-Preis zu gewinnen. Doch dafür muss sie einen der Dämonen fangen, studieren und alles dokumentieren. Nur Artemis könnte ihrem genialen Verstand noch ein Schnippchen schlagen.

Als der junge Dämon Imp Nummer Eins, der von seinen Artgenossen als nicht blutrünstig genug angesehen wird, um je einer von ihnen zu sein, auf die Erde kommt, ahnen weder er, noch Artemis oder Minerva noch die frühere Elfin-Polizistin Holly Short, dass ihre Begegnung die Geschichte der Welt verändern wird.

Meine Meinung zu „Die verlorene Kolonie – Artemis Fowl 5“:

Wer geglaubt hat, „Die verlorene Kolonie – Artemis Fowl 5“ könnte nicht an seiner Vorgänger heranreichen, wird hier eines Besseren belehrt. Nun also Dämonen. Nachdem wir in den ersten vier Bänden einiges über die Feen, Zwerge, Kobolde und Wichtel erfahren haben, bringt Eoin Colfer nun mit seinen Dämonen noch einmal etwas Abwechslung ins Spiel. Ich finde es klasse, wie unterschiedlich bereits die verschiedenen Erdvölker sind und wie sie doch friedlich – oder überwiegend – zusammenleben.

Die Dämonen sind anders, als ich es erwartet habe, und entsprechen gleichzeitig doch ihrem Stereotyp: Sie sehen wie Monster aus, haben Hörner und sind blutrünstig. Dazu wurden sie allerdings gemacht: Einerseits durch den Krieg mit den Menschen, den die Dämonen nie vergessen haben. Die Menschen sind immer noch Feindbild Nummer 1 und in der Schule der Dämonen werden schon die Jüngsten auf den fernen Tag vorbereitet, wo sie wieder gegen die Menschen kämpfen werden. Und andererseits werden sie auch von ihrem Anführer manipuliert und zu dem gemacht, was sie sind. Der Anführer muss nämlich verheimlichen, dass er bei seinem Abstecher in die Welt der Menschen von ihnen gefangen gehalten wurde. Stattdessen gibt er sich als Helden und einen Kitschroman, den er von der Erde hat mitgehen lassen, als Bibel aus, den die Dämonen studieren und nach dem sie leben sollen. Einfach zum Schreien!

Mit dem jungen Dämon Imp Nummer Eins und Minerva als geniale Gegenspielerin zu Artemis bringt Eoin Colfer in „Die verlorene Kolonie – Artemis Fowl 5“ zwei neue sympathische Figuren in seine Welt ein. Und besonders Minerva verdreht dem pubertierenden Artemis so gehörig den Kopf, so dass wir in diesem Roman das junge Genie einmal von seiner menschlichsten und normalsten Seite sehen.

Neben tollen neuen Ideen, einem neuen Feenvolk und spannenden neuen Charakteren begeistert „Die verlorene Kolonie – Artemis Fowl 5“ wieder mit unseren lieb gewonnenen Helden. Neben Artemis, seiner außergewöhnlichen Freundschaft zu seinem Leibwächter Butler und zur Elfin Holly, dürfen natürlich auch der ehemalige kriminelle Zwerg Mulch mit seinen besonderen Fähigkeiten und auch das Technik-Genie Foaly, ein Zentaur, der sich wie stets mit Artemis einen freundschaftlichen Wettstreit liefert, wer wen am besten übertrumpfen kann, nicht fehlen. Alle Artemis-Fans sollten sich daher „Die verlorene Kolonie“ nicht entgehen lassen.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

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Fantasyfans ab 12 Jahren und All Age-Leser kommen bei der Contemporary Fantasy-Reihe „Artemis Fowl“ von Eoin Colfer garantiert auf ihre Kosten. Denn hier ist für alle etwas dabei: Ein cooler jugendlicher Held, faszinierende magische Wesen, Action und immer neue spannende Ideen und Entwicklungen, die die Lektüre nie langweilig werden lassen. „Die verlorene Kolonie“ ist bereits der 5. Band der Reihe und Interessierten würde ich dringend ans Herz legen, die Romane in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Denn so wie sich die Beziehung zwischen Artemis und dem Erdvolk entwickelt, so entwickelt sich auch Artemis selbst und wer die Hintergrundgeschichte nicht kennt, dem entgeht eine ganze Menge.

Die „Artemis Fowl“-Reihe umfasst folgende Bände:

  1. „Artemis Fowl“
  2. „Die Verschwörung“
  3. „Der Geheimcode“
  4. „Die Rache“
  5. „Die verlorene Kolonie“
  6. „Das Zeitparadox“
  7. „Der Atlantis-Komplex“
  8. „Das magische Tor“

In eine andere Dimension entführt uns auch Herbie Brennan mit seiner „Elfen“-Reihe. In „Das Elfenportal“ verschlägt es den Elfenprinz Pyrgus auf die Erde. Wenn der gestrandete Prinz je wieder nach Hause will, benötigt er jedoch die Hilfe des Jugendlichen Henry und des genial-verrückten Rentners Mr. Fogarty. Ein toller Lesespaß für jugendliche und erwachsene Elfen-Fans.

Die Website von Eoin Colfer:

Mehr zu Eoin Colfer, seiner Reihe „Artemis Fowl“ und seinen weiteren Romanen erfahrt ihr auf seiner englischsprachigen Website.

Das Buch:

Fantasybuchcover mit Elfe, Zwerg und Dämon zu "Die verlorene Kolonie"352 Seiten

Taschenbuch

März 2008

Ullstein Verlag 

Preis: 9,99 € (D)

ISBN:  978-3-54826867-5

Originaltitel: „Artemis Fowl and the Lost Colony“

Deutsche Übersetzung: Claudia Feldmann

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