Liane Mars „Bin hexen – Wünscht mir Glück“

Inhaltsangabe:

Buchcover mit großer Katze und Besen vor nächtlichem SternenhimmelPrimadonna Nimbifera hasst nicht nur ihren magischen Namen, sondern auch ihr Hexen-Dasein. Denn eine Hexe zu sein, ist nicht so lustig wie es immer in den Geschichten klingt. Magie ist gefährlich und sie lässt sich kaum kontrollieren. Doch Prim muss regelmäßig hexen, ob sie will oder nicht, weil andernfalls etwas noch Schlimmeres passen kann als die Missgeschicke, Verletzungen und kleinen Katastrophen, die sonst die Folge ihrer Zauber sind.

Als jedoch die Existenz der Hexenwelt enthüllt wird und Prim erkennt, dass ihr lange gesuchter menschlicher Hexenzwilling ausgerechnet der oberste Hexenjäger Liam ist, muss sie ihn dennoch kennen lernen – so wollen es die Regeln der Magie – und bald sind mehr als nur ihr Geheimnis und ihr Leben in Gefahr …

Meine Meinung zu „Bin hexen – Wünscht mir Glück“:

Auf dieses Buch hatte ich mich schon seit der Cover- und Klappentext-Enthüllung gefreut, denn die Geschichte versprach lustig und ungewöhnlich zu werden. Da ich bei Liane Mars‘ Lesung im Drachennest dabei war, konnte ich das Buch sogar signiert ergattern. 🙂

Worum geht es im Roman?

Wie es der Titel schon verrät, geht es in „Bin Hexen“ um die Hexe Prim, ihren Hexenzirkel, die Gesellschaft aus Hexen, in der sie lebt und die nun von den Hexenjägern bedroht wird. Das Ganze spielt jedoch nicht, wie man bei Hexen und Hexenverfolgung denken könnte, in einer vergangenen Zeit oder einer High Fantasy-Welt, sondern in der Zukunft der Erde.

Dort lebt die Gemeinschaft der Hexen recht unerkannt und geht ihren Pflichten gegenüber der Magie nach, welche eine Art fühlendes und denkendes Wesen aus Chaos ist. Mithilfe von Zaubersprüchen kann man die Magie um etwas bitten, doch ob das so wie gewünscht klappt, kann man nie vorhersehen. Zauberbücher bestehen aus Zaubersprüchen, Sicherheitshinweisen, die es zu beachten gilt, und ellenlangen Fußnoten mit Ausnahmen. Die Hexen sind dementsprechend weit davon entfernt, die Magie zu verstehen oder zu kontrollieren. Lediglich einige sogenannte SM-Hexer (= Supermega-Hexer) bringen gute Zaubersprüche zustande.

Die Magie beeinflusst das Leben der Hexen und Hexer, indem es ihnen gelegentlich magische Namen gibt, die nicht geändert werden können, hin und wieder besondere Fähigkeiten vergibt und jeder und jedem von ihnen ein menschliches Gegenstück, den sogenannten Hexenzwilling, zuweist, den die Hexen finden und kennen lernen müssen, da er in der gleichen Sekunde wie sie geboren wurde und magisch mit ihnen verbunden ist.

Prims Hexenzwilling ist jedoch ausgerechnet der Feind, sodass ihr Versuch, Liam kennen zu lernen, angesichts der immer kritischer werdenden Hexenverfolgung und einer großen näherkommenden Katastrophe voller Gefahren ist.

Die Hauptfiguren:

Prim hat bei ihrer Geburt im Jahr 2026 von der Magie den Namen Primadonna Nimbifera sowie die Gabe, Namen lesen und so Dinge über die Personen erfahren zu können, bekommen. Sie hasst jedoch ihr Dasein als Hexe und die Tatsache, dass sie so stark ist, dass sie regelmäßig mindestens einmal pro Woche hexen muss, denn ihre Zauber gehen noch häufiger schief als die anderer Hexen und Hexer. Trotz ihrer Gabe hat sie ihren Hexenzwilling vor der Hexenverfolgung nicht gefunden und die Tatsache, dass er ein – wenn auch attraktiver – Hexenjäger ist, macht sie mehr als nur ein wenig nervös.

Liam Amun ist ein Mensch und ein überzeugter Hexenjäger. Er glaubt, dass von den Hexen eine Gefahr für die ahnungslosen Menschen ausgeht, und enthüllt daher ihre Existenz, um die Hexen und Hexer zu befragen und die gefährlichen einzusperren. Auch er wurde das Opfer einer Hexe.

Nik ist Prims Vorgesetzter bei der Arbeit im Rathaus der Hexengemeinde. Er hat nur sehr geringe magische Kräfte.

Tom ist ein ahnungsloser Mensch und ein kreativer Werbetexter und Drehbuchautor, der Prims Weg kreuzt.

Gehört das Buch zu einer Reihe?

Nein, „Bin hexen“ ist laut Aussage der Autorin ein Einzelband.

Wie liest sich das Buch?

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Prim geschrieben und liest sich flüssig. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren und war sofort in der Geschichte drin. Durch die spannende und humorvolle Schreibweise von Liane Mars konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und hatte es ruckzuck während einer Zugfahrt durch.

Was hat mir besonders gut an „Bin hexen – Wünscht mir Glück“ gefallen?

Mir gefiel besonders die Idee des Buches: Eine Hexe zu sein ist in „Bin hexen“ nichts Erstrebenswertes und auch nichts, das man mit Übung und Auswendiglernen besser beherrschen könnte. Gehext wird, weil sie es müssen, und wer hexen geht, tut das nur im sicheren Hexenzirkel – den ich ebenfalls einfach großartig finde 🙂 -, der stets auf die schlimmsten Katastrophen vorbereitet ist und zu dem in Prims Fall nicht nur ihre Mutter und ihre Oma gehören, sondern auch eine kauzige Uroma und ein SM-Hexer. Toll fand ich auch, dass eine Hexe, die ihren Arbeitsplatz verlassen muss, um ihre Hexenpflichten zu erfüllen, ein Schild aufhängt, auf dem steht: „Bin hexen – Wünscht mir Glück“. Eine klasse Idee und ein wirklich ungewöhnlicher Buchtitel.

Die Hauptfigur und Ich-Erzählerin Prim fand ich sehr sympathisch. Nicht nur ihre Ablehnung der Magie ist sehr nachvollziehbar, auch ihre Charakterfehler und falschen Entscheidungen machen sie sehr menschlich und zu einer gelungenen Identifikationsfigur.

Außerdem mochte ich den Humor sehr gerne. Die Geschichte ist wunderbar geschrieben und trotz Liebesgeschichte nicht im Geringsten kitschig. Der Schreibstil von Liane Mars gefällt mir wirklich gut.

Was hat mir nicht gefallen?

Im Grunde hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich hatte nur am Ende das Gefühl, dass die Auflösung zu glatt ging und nicht ganz rund ist, ohne dass ich genauer sagen könnte, woran das lag. Aber das ist nur meine persönliche Meinung und schmälert nicht im Geringsten den positiven Gesamteindruck.

Wie hat mir das Buch insgesamt gefallen?

Insgesamt hat mir „Bin hexen – Wünscht mir Glück“ wirklich sehr gut gefallen. Die Geschichte begeistert mit einem interessanten Plot, tollen Ideen, unerwarteten Wendungen und viel Humor.

Wem würde ich „Bin hexen“ empfehlen?

Wer witzige und romantische Urban Fantasy mag, ist hier auf jeden Fall richtig.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

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Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenGut, Liebesromane sind nichts für mich, daher werde ich wohl nicht alle Bücher der Autorin lesen. Aber da ich so begeistert von „Bin hexen – Wünscht mir Glück“ bin, freue ich mich jetzt umso mehr auf Liane Mars‘ anderen Fantasyroman „Funkenmagie – Farbenspiel der Nacht“. Dort geht es wieder um eine phantastische Liebesgeschichte und um eine geheimnisvolle Funkenmagie. Was das ist, kann ich euch dann nach der Lektüre verraten. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt.

Falls ihr Romane über Hexen mögt, kann ich euch auch die „Rachel Morgan“-Serie von Kim Harrison empfehlen. Neben Hexen spielen hier auch Vampire und andere phantastische Wesen eine Rolle und sorgen für reichlich Aufregung im Leben der gleichnamigen Heldin und Hexe.

Wenn ihr moderne Urban Fantasy mit Humor mögt, dann ist eventuell auch Nina MacKays Roman „Plötzlich Banshee“ etwas für euch. In ihm muss die Banshee Alanna merkwürdige Vermissten- und Todesfälle aufklären und stolpert dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste.

Die Website von Liane Mars:

Mehr über die Fantasy- und Liebesroman-Autorin und ihre Romane erfahrt ihr auf Liane Mars‘ Website http://liane-mars.de/ oder ihrer Facebook-Seite.

Das Buch:

Buchcover mit großer Katze und Besen vor nächtlichem Sternenhimmelca. 260 Seiten

Taschenbuch

September 2017

Drachenmond Verlag

Preis: 12,90 € (D)

ISBN: 978-3-95991-814-5

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