Lillith Korn „Finleys Reise nach Delar – Finley Freytag 3“

Inhaltsangabe:

düsteres Cover: junger Mann steht vor einem SchattenwesenSeit der gelungenen Befreiung von Finleys Eltern aus der Unterwelt, dem Ashul, und ihrem Sieg über die Nordhexe Indigo vor ein paar Monaten spürt Finley, dass sich seine Beziehung zu Mara verändert hat. Eine seltsame Magie scheint verhindern zu wollen, dass sie sich nahe sind, und darüber hinaus hat sich mit Maras Augenfarbe auch ihr Wesen verändert. Oder bildet er sich das nur ein?

Finley versucht gerade, seine Beziehung zu retten und mehr über Maras Veränderung herauszufinden, als ihn eine düstere Warnung dazu bringt, seine Freunde nach Delar zu begleiten, wo ein magischer Wettbewerb stattfinden soll, an dem auch Andaria teilnimmt. Doch nicht alle Magie dort ist gut und längst hat ein Feind ihnen eine Falle gestellt …

Meine Meinung zu „Finleys Reise nach Delar“:

Juhu, eine Fortsetzung! Oh, nein, es ist der letzte Band! – So kann man sich mein Auf und Ab der Emotionen vorstellen, als ich erfahren habe, dass mit „Finleys Reise nach Delar“ der Abschluss der Trilogie erscheint.

Worum geht es im Roman?

Wie in den beiden Vorgängerromanen steht im Mittelpunkt der Handlung wieder eine geplante Reise. Dieses Mal soll es ins ewige Sommerkönigreich Delar gehen, wo ein magischer Wettbewerb stattfindet, an dem Maras und Finleys Königreich Andaria zum ersten Mal seit langer Zeit wieder teilnimmt.

Doch ganz genau wie in den beiden ersten Bänden geht es dieses Mal wieder nicht um nur eine geografische Reise, sondern auch um eine emotionale Reise und einen Reifeprozess. Finley, der sich von einem unsicheren Teenager und Waisenjungen zu einem etwas selbstbewussteren jungen Mann, Ehemann von Mara und König entwickelt hat, steckt in seiner ersten Beziehungskrise mit Mara. Eine seltsame Magie verhindert, dass sie sich körperlich nahe kommen, und auch Maras neue Augenfarbe seit ihrer Rückkehr scheint ihre Beziehung zueinander verändert haben. Finley kämpft mit Zweifeln und Misstrauen, zumal seine Freunde Geheimnisse vor ihm zu haben scheinen: Wem kann er noch vertrauen?

Zu dem Ganzen kommt noch eine Bedrohung von außen, durch den rachsüchtigen und vergessenen Gott der Unterwelt, Lodros, der einen Feind von Finley und Mara benutzen will, um über Finley Rache an seinen göttlichen Geschwistern zu nehmen. Doch ihr Feind hat seine eigenen Pläne mit ihnen, sodass angesichts der Gefahren und dunkler Magie Finley mit einigem zu kämpfen hat.

Die Hauptfiguren:

Finley Freytag war 16 Jahre alt, als sein Abenteuer im 1. Band begonnen und er von seiner wahren Herkunft erfahren hat. Inzwischen muss er 17 oder 18 Jahre alt sein. Er ist als Waise auf der Erde in Kinderheimen aufgewachsen, wo er sich mit Milo (Taylan) und Victor angefreundet hat, und lebt nun in seiner Heimat Andaria. Er ist seit ein paar Monaten mit Mara verheiratet und König des Landes. Auch wenn er seine Unsicherheit größtenteils abgelegt und Selbstvertrauen gewonnen hat, so neigt er hin und wieder dennoch dazu, in alte schlechte Angewohnheiten zurückzufallen.

Mara von Nadassa ist Finleys Ehefrau und die Königin von Andaria. Sie ist immer noch energisch, doch auch reifer als in den beiden Vorgängerromanen. Sie besitzt die Gabe des Feuers und ist temperamentvoll. Seit der gelungenen Flucht aus dem Ashul haben ihre grünen Augen eine bläuliche Färbung angenommen und sie scheint sich verändert zu haben.

Victor stammt wie Finley von der Erde. Er ist etwas jünger als Finley und Mara und inzwischen ein richtiger Andarianer mit einer eigenen Gabe. Er ist ein Drachenhüter, der mit Drachen sprechen kann. Er wird langsam erwachsen.

Salanth ist ein Eisdrache und Victors Vertrauter.

Taylan ist Maras Halbbruder und Finleys ehemals bester Freund aus dem Waisenhaus. Inzwischen verstehen die beiden sich wieder gut und Taylan ist über den Verlust seines Freundes Kolja, Finleys Erzfeind auf der Erde, hinweg.

Azra ist Finleys Mutter, die jahrelang im Ashul gefangen war. Als Geistheiler hilft sie anderen und kann Magie wirken.

Genesis ist Finleys Gabe und hat die Gestalt eines jungen Mädchens. Nur er kann sie sehen und ihre Ratschläge hören.

Gehört das Buch zu einer Reihe?

Ja, „Finleys Reise nach Delar“ ist der 3. und finale Band der „Finley Freytag“-Trilogie. Obwohl die Abenteuer in sich abgeschlossen sind, würde ich dennoch empfehlen, die Romane in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

Wie liest sich das Buch?

Die Geschichte wird überwiegend aus der Ich-Perspektive von Finley erzählt, der als Identifikationsfigur und Sympathieträger fungiert. Dazwischen gibt es Abschnitte aus der Sicht von Indigo und – selten – aus der Sicht von Lodros, wodurch die Leser auch die Gegenseite und ihre Absichten kennen lernen.

Der Roman ist gefühlt etwas düsterer und erwachsener als seine Vorgänger, der Humor etwas seltener. Dennoch gibt es natürlich auch in diesem Band wieder Gelegenheit zum Schmunzeln. Ich sag nur Schneegeister (S. 41). Wie kommt man bitte auf so etwas?

Was hat mir besonders gut an „Finleys Reise nach Delar“ gefallen?

Auch wenn die Stimmung des Romans leicht anders ist, liest sich das Buch wieder wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Besonders Finley ist mir über die Bände ans Herz gewachsen und es ist schön zu sehen, wie sehr er sich zum Positiven verändert hat und erwachsen geworden sind. Auch Mara, Victor und all die anderen noch einmal zu erleben, war klasse.

Die Handlung selbst ist wieder spannend, was auch daran liegt, dass wir anders als Finley die Bedrohung schon recht früh erkennen und nun mitfiebern, dass ihm und den anderen nichts passiert. Doch auch die Frage, wem Finley trauen kann und was mit Mara los ist, sorgt für Spannung.

Die ungewöhnlichen Ideen und die Welt, die mir schon in Band 1 und 2 ganz besonders gefallen haben, stehen dieses Mal nicht so im Mittelpunkt. Aber die Ideen waren auch dieses Mal wieder klasse.

Was hat mir nicht gefallen?

Ich hätte mir gewünscht, dass auch Finleys Vater eine Rolle für die Handlung spielen würde, schließlich hat er nun beide Elternteile zurück. So wirkte es manchmal auf mich, als hätte Finley zwar ein gutes Verhältnis zu seiner Mutter entwickelt, aber sein Vater spielte nur eine Nebenrolle. Um diesen Eindruck zu vermeiden und mehr über Tizian zu erfahren, hätte ich mir gewünscht, dass er häufiger vorkommt und in die Handlung eingreift. Aber das ist der einzige Punkt, den ich anzumerken hätte.

Wie hat mir das Buch insgesamt gefallen?

Sehr gut. „Finleys Reise nach Delar“ liest sich anders als seine beiden Vorgänger, ist aber dennoch spannend und ein würdiger Abschluss der Trilogie.

Wem würde ich „Finleys Reise nach Delar“ empfehlen?

Wenn ihr Jugendbuch- oder All Age-Fantasy mit Spannung und einem Schuss Humor mögt, euch gerne in fremde Welten entführen lasst und phantastischen Wesen begegnet, dann seid ihr hier richtig.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

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Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenDie High Fantasy-Reihe „Finley Freytag“ von Lillith Korn besteht aus insgesamt 3 Bänden. Die Romane in chronologischer Reihenfolge:

  1. „Finleys Reise nach Andaria“
  2. „Finleys Reise ins Ashul“
  3. „Finleys Reise nach Delar“

Falls ihr auf den Geschmack gekommen seid und gerne noch mehr von der Autorin lesen wollt, dann kann ich euch die „Better Life“-Dilogie „Ausgelöscht“ und „Zerstört“ empfehlen. Dieses Mal jedoch keine Fantasyromane, sondern Science Fiction gemischt mit Dystopie.

Außerdem erscheint ab Juni eine neue düstere Fantasyserie namens „Shadowcross“ von Lillith Korn, von der ich schon die ersten Episoden probelesen durfte. Ihr dürft gespannt sein. 😉

Ihr liebt es, mit Helden auf spannende Questen und Missionen geschickt zu werden und ein Schuss Romantik ist nicht verkehrt? Wie wäre es dann mit „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“ von Lisa Rosenbecker? Ein toller Heldenreise-Roman, der mir gut gefallen hat.

Weitere Abstecher in phantastische Welten findet ihr auch in meiner Rubrik High Fantasy. Viel Spaß beim Entdecken!

Die Website von Lillith Korn:

Mehr über die Autorin und ihre Romane erfahrt ihr auf Lillith Korns Website: http://www.lillithkorn.com/

Außerdem hatte mir die liebe Lillith anlässlich des Erscheinens von „Finleys Reise nach Andaria“ ein Interview gegeben und ein paar Fragen zum Auftaktroman und ihrem Leben als Autorin beantwortet. Das Interview findet ihr hier.

Das Buch:

düsteres Cover: junger Mann steht vor einem Schattenwesen260 Seiten

Taschenbuch

März 2017

Vertrieb über Amazon

Preis: 8,99 € (D)

ISBN: 978-1-52082332-4

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