Lisa Rosenbecker „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“

Inhaltsangabe zu „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“:

Buchcover mit Baum und zwei MenschenMagische WeltromantischSchwerter & MagieDie junge Arya wurde von ihrem Onkel Relior dazu ausgebildet, die Leibwächterin von ihrer Freundin Elena zu werden. Sobald diese 21 Jahre alt ist, will Elenas Vater, König Trystan von Maljonar, nämlich enthüllen, dass sie seine Tochter und Thronerbin ist. Zuvor jedoch möchte Elena noch inkognito das Königreich bereisen und es und seine Bewohner kennenlernen.

Arya ist nicht begeistert, als sie eines Tages aufwacht und feststellt, dass ihre Freundin sie betäubt und sich mit ihr auf eine heimliche Reise gemacht hat. Zumal sie auch ihre Führer, den selbstbewussten Finn, seinen besten Freund Bero und ihren jungen Schützling Ilias, nicht kennt und ihnen nicht traut.

Auch Finn ist nicht glücklich über die Reise. Normalerweise transportiert er Waren, keine Menschen und schon recht keine Frauen! Doch dann hat ihn sein Vater gezwungen, den Auftrag anzunehmen. Als die fünf Gefährten über den Tempel der Sonnengöttin, die Akademie von Maljonar und Uldanis, die Stadt im Wald, nach Letilis zum Lichterfest reisen, kommen sich Arya und Finn unerwartet näher. Doch beide haben ein großes Geheimnis in ihrer Vergangenheit, das ihre aufkeimenden Gefühle zerstören könnte …

Meine Meinung zu „Arya & Finn“:

„Arya & Finn“ ist eine der Geschichten, über die ich irgendwann gestolpert bin, immer lesen wollte und dann lange aus Zeitmangel nicht geschafft habe. Daher habe ich mich umso mehr gefreut, als ich von der lieben Astrid vom Drachenmond Verlag dann ein liebevoll verpacktes und signiertes Rezensionsexemplar mit kleinen Goodies bekommen habe. Sieht das nicht einfach klasse aus? <3

verpacktes Buch mit Lesezeichen, magischen Postkarten und Süßigkeiten

Worum geht es in „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“?

Wie es der Titel, mit den beiden Namen der Ich-Erzähler verrät, handelt es sich bei „Arya & Finn“ um eine Liebesgeschichte, die in einer High Fantasy-Welt spielt, und um eine Queste, zu der sich die Reise der fünf Gefährten entwickelt und bei der sie das Königreich Maljonar retten müssen. Lisa Rosenbecker hat ihren Roman selbst High-Romantasy, also eine Mischung aus High Fantasy und Romance, genannt und ich finde, die Bezeichnung trifft es ganz gut.

Die Hauptfiguren:

Hauptfiguren und Ich-Erzähler sind die 23-jährige Arya und der ungefähr gleichaltrige Finn, genannt der Streuner.

Arya ist eine extrem misstrauische Person und sträubt sich gegen die Reise, weil sie der Welt und den Menschen nicht traut. Elena ist ihre beste Freundin und sie will sie beschützen, wodurch sie Finn und seinen Freunden zunächst ablehnend gegenübersteht. Aryas Verhalten ist durch ihre Gabe begründet. Sie gehört nämlich zu den wenigen Menschen, die gezeichnet sind und über eine spezielle Gabe verfügen. Arya allerdings hasst ihre Gabe und sträubt sich, sie einzusetzen, wurde aber in der Vergangenheit schon häufig dazu gezwungen. Ihre größte Angst ist es, dass die Art ihrer Gabe ans Licht kommt und Elena sie danach hasst. Durch die Begegnung mit Finn und Ilias und die Reise ändert sie sich allmählich.

Finn lernen wir als selbstbewussten Frauenhelden kennen. Da er jedoch für seinen arbeitslosen besten Freund Bero, einen Koch, und ihre Schützling, den 7-jährigen, aufgeweckten Ilias, sorgen muss und sein Vater droht, die finanzielle Unterstützung einzustellen, sieht er sich gezwungen, die Reise mit Elena und Arya anzutreten. Schon bald hegt er große Bewunderung für Arya, ihre Schönheit und ihre Kampfkünste. Auch wenn er über ein großes Selbstbewusstsein und ein loses Mundwerk verfügt, kommt er doch nie arrogant oder als Macho rüber. Ihm gefällt es, dass Arya ihm ebenbürtig ist.

Daneben gibt es noch Elena, die heimliche Prinzessin, mit der großen Abenteuerlust und idealistischen Hoffnungen und Träumen. Auch sie macht während der Reise eine Veränderung durch.

Bero als loyaler Freund und Ilias, der Junge ohne Gedächtnis begleiten sie. Ilias hat sich schnell zu meiner Lieblingsfigur entwickelt. Er ist nicht nur aufgeweckt, sondern auch überaus loyal, mag die beiden Frauen und besonders Arya und steht seinen Freunden mit Flinkheit und einem großen Herz zur Seite.

Gehört das Buch zu einer Reihe?

„Arya & Finn – Im Sonnenlicht“ ist der 1. Teil der Reihe „Die Chroniken von Maljonar“ und auch wenn die weiteren Bände noch nicht erschienen sind, vermute ich, dass auch sie, wie der 1. Band, in sich abgeschlossen sein und sich jeder um ein Liebespaar drehen werden, sodass man sie gut auch einzeln lesen kann.

Wie liest sich das Buch?

Dadurch dass der Roman aus der Ich-Perspektive der beiden Hauptfiguren geschrieben ist, kann man sich gut in sie hineinversetzen und die aufkeimenden Gefühle auf beiden Seiten erkennen. Das Erzähltempo ist dabei gemächlich, die Leser werden nicht von einem Abenteuer zum nächsten geschickt oder von einer Wende nach der anderen überrascht. Ich hätte mir hier an mancher Stelle mehr Schnelligkeit gewünscht, so kommt die Reise mir teilweise etwas lang vor.

Was hat mir besonders gut an „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“ gefallen?

Ich mochte Ilias und Finn. Die beiden Figuren fand ich überaus sympathisch. Auch die Idee der Gaben fand ich nicht schlecht.

Was hat mir nicht an „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“ gefallen?

Ich finde, dem Roman hätte insgesamt etwas mehr Konflikt gutgetan. Auch wenn sich Arya und Finn anfänglich misstrauen und durch ein Missverständnis aneinander geraten, scheint mir, dass ihrer Liebesgeschichte zu wenig im Wege steht. Es scheint von Anfang an klar, dass sie zusammenkommen, da sie sich persönlich gut ergänzen und verstehen.

Die Gruppe selbst wächst ebenfalls innerhalb weniger Tage zu Freunden zusammen. Wenn man die unterschiedlichen Leben bedenkt, die sie vorher geführt haben (Prinzessin, ihre beste Freundin und angehende Leibwächterin, ein Rumstreuner aus gutem Haus, ein arbeitsloser Koch, ein Junge ohne Gedächtnis), hätte ich mir mehr Konflikte und Unterschiede im Weltbild erwartet.

Leider muss ich sagen, dass ich mit Arya nicht so recht warm wurde. Sie war mir zu widersprüchlich, aber Menschen sind das ja manchmal. Ihr anfängliches Misstrauen anderen Menschen gegenüber hat sie schnell über Bord geworfen, was gegenüber Finn und seinen Freunden vielleicht erklärbar ist, aber sie verhält sich meiner Meinung nach gegenüber Fremden ebenfalls viel zu vertrauensselig. Elena ist ihre beste Freundin und ihre Prinzessin, aber ihre Sicherheit steht für Arya nicht an erster Stelle, was sie zu einer schlechten Leibwächterin macht. Zu häufig lässt sie Elena mit Fremden allein, kontrolliert nie fremde Umgebungen, etc. Auch als Kämpferin schien sie mir zu wenig praktische Erfahrungen zu haben. Als die Freunde überfallen werden, ist Finn um einiges gefasster als sie selbst, als hätte Arya nicht damit gerechnet, wirklich angegriffen zu werden.

Am Ende gab es dann eine Wendung, die mir zuerst nicht logisch war: die „Wunderheilung“. Sie lässt sich durch keine Gabe erklären, aber niemand wundert sich darüber und sie wird auch in keinster Weise erklärt. Das hat mich etwas gestört. Zum Glück hat mir Lisa Rosenbecker es dann im Anschluss erklärt, als ich sie darauf ansprach, und ihre Erläuterung ergibt einen tieferen Sinn. Man muss jedoch ein bisschen grübeln, um darauf zu kommen. Aber andererseits finde ich es nicht schlimm, wenn man als Leser auch mal ein bisschen rätseln darf und wenn manche Fragen eventuell offen bleiben. Dann kann man sich als Leser schließlich überlegen, wie es mit den Figuren weitergeht. 😉

Wie hat mir das Buch insgesamt gefallen?

Man merkt, dass es sich bei „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“ um den Debütroman von Lisa Rosenbecker handelt, denn der Roman enthält noch ein paar kleine Schwächen. Andererseits zeigt er aber auch viel Potential, so dass ich mich schon sehr auf den nächsten Band freue, zumal es auch die Geschichte meiner Lieblingsfigur Ilias sein wird.

Wem würde ich „Arya & Finn“ empfehlen?

Leserinnen von Jugendfantasy und Romantasy für junge Frauen bietet der Debütroman „Arya & Finn“ einige angenehme Lesestunden.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen„Arya & Finn“ ist der Auftakt der High Romantasy-Reihe „Die Chroniken von Maljonar“, von der bislang nur der 1. Band erschienen ist. Die Reihe soll laut Planung von Lisa Rosenbecker folgende Titel umfassen:

  1. „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“
  2. „Ilias & Mai“
  3. „Samuel & Rhea“
  4. „Isabel & Noah“

Wir dürfen also auf weitere romantische Abenteuer mit bereits bekannten Figuren (Ilias, Samuel) gespannt sein.

Wenn ihr mehr romantische Fantasy wollt, dann schaut doch mal in meiner Rubrik Romantasy vorbei. Da habe ich ein paar Buchtipps von Autoren wie Ilona Andrews oder Chloe Neill für euch aufgelistet.

Mehr Geschichten aus fremden Welten, in denen allerdings etwas seltener eine Liebesgeschichte vorkommt, findet ihr in meiner Rubrik High Fantasy. Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern!

Die Website von Lisa Rosenbecker:

Wenn ihr mehr über die Autorin Lisa Rosenbecker, ihre Romane und aktuellen Projekte erfahren wollt, dann besucht sie doch auf ihrer Website http://www.lisa-rosenbecker.de/ oder auf ihrer Facebook-Seite.

Das Buch:

Buchcover mit Baum und zwei Menschen380 Seiten

Taschenbuch

November 2015

Drachenmond Verlag

Preis: 14,90 € (D)

ISBN: 978-3-95991-134-4

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