Lisa Rosenbecker „Malou. Diebin von Geschichten“

Inhaltsangabe:

Buchcover mit Frau von hinten und schwebenden BüchernMagie & VerbrechenUrban FantasyromantischDie 19-jährige Malou Winters könnte sich auch etwas Schöneres vorstellen, als eine Anti-Muse zu sein. Eigentlich studiert sie Literatur und träumt davon, selbst irgendwann einmal ein Buch zu schreiben, doch als Anti-Muse – Tochter einer echten Frau und eines Antagonisten – ist es ihr bestimmt, mit einem Kuss Ideen und Geschichten auszulöschen, die zum Scheitern verurteilt sind.

Seit einem Jahr übt sie ihre Pflichten schon aus, doch als sie einen neuen Auftrag von ihrer Musen-Agentur bekommt, steht ihr Leben plötzlich Kopf. Ihr Auftrag wurde ermordet, kurz bevor sie am Tatort ankommt und die Polizei und besonders der griesgrämige junge Polizist Lansbury hält sie für tatverdächtig. Wie aber soll sie ihre Unschuld beweisen, wenn niemand erfahren darf, dass sie eine Anti-Muse ist?

Meine Meinung zu „Malou. Diebin von Geschichten“:

Anti-Musen? Das klang so genial, das musste ich haben. Und ich muss sagen, die Geschichte hat es echt in sich, denn hier werden nicht nur Ideen und Geschichten gestohlen, sondern auch ganze Nächte (die werden nämlich durchgelesen).

Worum geht es im Roman?

„Malou. Diebin von Geschichten“ ist eine Mischung aus Urban Fantasy-Roman und Krimi. In London angesiedelt, spielt die Geschichte aber nicht nur in unserer Welt, sondern auch in Buchwelten. Die Zwischenweltsbibliothek (ZwiBi) bietet Musen und Buchcharakteren die Möglichkeit, in die reale Welt und in verschiedene Buchwelten zu reisen, wo es Protagonisten (die Helden) und Antagonisten (die Gegenspieler) gibt. Wenn echte Menschen mit Buchcharakteren Kinder bekommen, entstehen je nach Paarung und Geschlecht des Kindes Musen, Erfinder, Blockaden, Flashs, Wandler oder Anti-Musen, auch Diebinnen genannt. Die Musen-Agentur hat die Leitung über all diese Bureals (= Buch-Realitäts-Kinder).

Neben dem phantastischen Aspekt mit den unterschiedlichen Musen-Typen spielt auch die Krimihandlung eine wichtige Rolle. Besonders der junge Polizist Chris Lansbury hält Malous Erscheinen an Tatorten für sehr verdächtig. Doch um ihre Unschuld zu beweisen, muss Malou herausfinden, wer der Mörder ist und was die Fälle mit ihr zu tun haben. Dabei erfährt sie mehr über den attraktiven jungen Polizisten und kommt ihm langsam näher, sodass auch Romantik-Fans hier auf ihre Kosten kommen.

Die Hauptfiguren:

Malou Winters ist 19 Jahre, eine Literaturstudentin und Bücherbegeisterte, Kaffeetrinkerin und weiß seit einem Jahr, dass sie zudem eine Anti-Muse und nicht nur die Folge eines normalen One-Night-Stands ist. Die ZwiBi und ihre Möglichkeiten findet sie klasse, ihre Pflichten als Anti-Muse weniger. Als Tochter einer hochrangigen Polizistin weiß sie ein bisschen über Ermittlungsarbeit Bescheid.

Ihre beste Freundin Emma Miller, von allen nur Emma Holmes genannt, weil sie der größte Sherlock Holmes-Fan ist, ist ebenfalls eine Anti-Muse und darüber hinaus eine Hobby-Detektivin, die Malou und ihrer Muter liebend gern bei ihren Fällen hilft.

Thia Watson ist eine Flash, die Tochter eines echten Mannes und einer Protagonistin, die Malou und Emma durch Zufall kennen lernen und die ihnen hilft.

Chris Lansbury ist ca. 22 Jahre und der jüngste Detektiv in Ausbildung, den Scotland Yard je hatte. Er verfügt über gute Intuition, aber auch über eine gehörige Portion Misstrauen. Dass hinter seiner griesgrämigen Schale ein weicher Kern steckt, versteckt er lange Zeit recht gut.

Sheldon ist Malous Kater. Er liebt Serien mit Superhelden, am liebsten „Arrow“ und Oliver Queen, und hat eine eigene Persönlichkeit.

Gehört das Buch zu einer Reihe?

Nein. „Malou. Diebin von Geschichten“ ist ein Einzelband.

Wie liest sich das Buch?

Ich muss gestehen, die Idee hat mich von Anfang an fasziniert. Darüber hinaus ist Malou eine sehr sympathische Protagonistin, mit der man sich als Leserin gut identifizieren kann. Malous Neugier, ihre Liebe zu Büchern und ihr Drang, die Wahrheit herauszufinden und den Täter zu schnappen, lassen einen an der Geschichte dran bleiben. Der Fantasyaspekt ist gut umgesetzt und mir haben auch die Krimihandlung und die langsame Annäherung von Malou und Lansbury gut gefallen.

Ich hatte kurz vorm Schlafengehen nur ein paar Seiten lesen wollen und schwupps, plötzlich war das Buch durch. Immer ein gutes Zeichen, wie ich finde. 😀

Was hat mir besonders gut an „Malou. Diebin von Geschichten“ gefallen?

Ich war von den Ideen begeistert. Anti-Musen und Musen, Erfinder und Wandler, Flashs und Blockaden – alles ist gut durchdacht und stimmig. Besonders wenn man selber schreibt, hat man plötzlich den Verdacht, ob nicht jemand wie Malou oder ihr Gegenstück, eine Muse, doch hin und wieder heimlich bei einem vorbei schaut.

Auch dass die ursprünglichen Musen von Hesiod und ihre Buchwelt eine Rolle spielen, hat mir sehr gut gefallen. Es war schön, dass auch sie und nicht nur die neue Generation – sprich Malou, Emma und Thia – eine Rolle gespielt haben und auch die Musen-Agentur mit ihrer furchteinflößenden Chefin Mrs Patton und die Gesellschaftsstruktur der Musen war toll durchdacht.

Neben Malou mochte ich auch Sheldon und Lansbury. Emma und Thia hätten gerne noch eine etwas größere Rolle haben können, aber vermutlich hätte das wegen der Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Malou und Lansbury nicht mehr so gut reingepasst. Schade.

Was hat mir nicht gefallen?

Ich habe eigentlich nur einen einzigen Kritikpunkt: Lansburys Beförderung am Ende. Erst gilt er als der jüngste Polizist in Ausbildung beim Scotland Yard und dann ist er plötzlich Chief Inspector. Ich lese häufiger englische Krimis, aber das erscheint mir sehr unwahrscheinlich, da hat er einige Karriereschritte ausgelassen.

Wie hat mir das Buch insgesamt gefallen?

Insgesamt hat mir „Malou. Diebin von Geschichten“ echt super gefallen, wie man auch an der durchgelesenen Nacht merkt. 😉

Wem würde ich „Malou. Diebin von Geschichten“ empfehlen?

„Malou“ ist ein toller Roman für junge Frauen, die Urban Fantasy mit Romantik und interessanten Charakteren mögen. Die Mischung aus Fantasy, Lovestory und Krimi bietet für jeden Geschmack etwas und ist spannend erzählt.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

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Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen„Malou. Diebin von Geschichten“ ist der 2. Roman von Lisa Rosenbecker und hat mich wirklich überzeugt. Von mir gibt es 5 Bücher für dieses tolle Buch. Ich bin schon sehr gespannt auf ihren nächsten Roman.

Bereits erschienen ist auch ihr Debütroman „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“, eine Mischung aus High Fantasy-Setting und Liebesgeschichte, in der Arya, die junge Leibwächterin der Prinzessin, dem Streuner und sorglosen Führer Finn auf ihrer Rundreise durchs Land langsam näher kommt. Wenn ihr wissen wollt, wie mir der Roman gefallen hat, schaut einfach mal in meine Rezension zu „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“ rein.

Der Roman ist zwar in sich abgeschlossen, aber Lisa Rosenbecker arbeitet bereits an einer Fortsetzung der Reihe, die sich um eine andere Figur aus dem Buch drehen wird. „Ilias & Mai“ soll im Herbst/Winter 2016 erscheinen.

Die Website von Lisa Rosenbecker:

Wenn ihr mehr über Lisa Rosenbecker, ihre Romane und aktuellen Projekte erfahren wollt, dann besucht sie doch auf ihrer Website http://www.lisa-rosenbecker.de/ oder auf ihrer Facebook-Seite.

Das Buch:

Buchcover mit Frau von hinten und schwebenden Büchern301 Seiten

E-Book

August 2016

Carlsen Impress Verlag

Preis: 3,99 € (D)

ISBN: 978-3-646-60263-0

2 Gedanken zu „Lisa Rosenbecker „Malou. Diebin von Geschichten““

    1. Liebe Mary,

      das ist schade, dass du nicht ganz so begeisterst warst wie ich, auch wenn dich die Idee, Sherlock und Holmes überzeugen konnten. :/
      Ich habe deine Rezi gerade gelesen und deine Kritikpunkte haben mich überhaupt nicht gestört. Aber das ist eben Geschmackssache. 🙂

      Liebe Grüße
      Nicole

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