Nelson Chereta „The (sort of) Dark Mage – Waldo Rabbit 1“

Inhaltsangabe zu „The (sort of) Dark Mage“:

Buchcover mit weißem Hasen zu "The (sort of) Dark Mage"dunkle HeldenwitzigMonsterIm Reich Alteroth herrschen 7 mächtige Familien dunkler Magier über ihre Familien, Sklaven, Monster, Zombies und Geister. Um ihre Stärke und ihre dunkle Macht zu beweisen, gehen die angehenden schwarzen Magier auf eine Queste in fremde Länder, um mit neuen Sklaven, Schätzen und einem finsteren Ruf zurückzukehren – oder zu sterben.

Als die Reihe an dem 16-jährigen Waldo Corpselover, dem einzig übrig gebliebenen Erben einer mächtigen Nekromanten- und Beschwörerfamilie, ist, rechnet jedoch niemand in Alteroth mit seiner Rückkehr. Denn bislang hat sich Waldo nicht durch dunkle Magie oder Boshaftigkeit ausgezeichnet. Nicht nur, dass er bislang noch nie getötet oder gefoltert hat und seine Familie liebt – eine Schwäche in Alteroth -, auch seine dunklen Beschwörungen wollen ihm nicht ganz gelingen. Daher beschließt der Rat von Alteroth, den unerwünschten Jungmagier loszuwerden und ihn vor eine besonders schwierige Queste zu stellen: Waldo muss nicht nur 3 Monster unter Vertrag nehmen und einen Ritter besiegen, sondern er soll auch mit einem Drachen oder einem Drachenei zurückkehren – ein Himmelfahrtskommando.

Doch Waldo schlägt sich unerwartet gut. Schon bald hat er sein erstes Monster gefunden: Das Barmädchen Alice, ein Sukkubus, gibt sich als Mensch aus. Doch durch ein Missverständnis und einen magischen Fehler hat Waldo plötzlich nicht eine neue ergebene Dienerin an seiner Seite, sondern eine Ehefrau mit eigenem starken Willen – und Alice hält gar nichts von seinen Dunkel-Magier-Werten!

Meine Meinung zu „The (sort of) Dark Mage“:

Nelson Chereta überrascht seine Leser mit einem ungewöhnlichen Helden, einem spannenden Fantasyabenteuer und einer guten Prise Humor. In „The (sort of) Dark Mage“ spielt er mit dem bekannten Fantasy- und Abenteuer-Thema der Queste, doch während sonst die Guten ausziehen, um sich Gefahren zu stellen, Prinzessinnen zu retten oder gefährliche Drachen oder andere Monster zu töten, sind es dieses Mal die Bösen, die ihre Boshaftigkeit und ihren Wert als dunkle Magier unter Beweis stellen müssen.

Waldo ist anders. Er ist weder gut – durch seine Erziehung vertritt er die Ansicht, dass Nekromantie, dunkle Beschwörungen, Töten, Rauben, Lügen, etc. „gut“ bzw. erstrebenswert sind – noch ist er wirklich böse. Er liebt nicht nur seine Mutter und seine verstorbene Schwester Gwen, die ihm als Geist immer noch gute Ratschläge gibt. Er hat noch nie getötet, selbst wenn er wiederholt angegriffen wird, wie von seinem eifersüchtigen Zombiebruder oder dem blutrünstigen Vertrauten seiner Mutter, dem Vampir Enver. Er würde auch seine Sklaven gut behandeln, wenn andere nicht diese Schwäche ausnutzen würden.

Ein Widerspruch in sich ist auch Alice, das Monster. Alice arbeitet als Bardame in einem Bordell und lebt als Sukkubus von der Lust der Männer, dennoch wartet sie lieber auf einen Prinzen, der ihr Herz erobert und sie heiratet, als zur Hure zu werden. Sie hält nichts vom Stehlen, Lügen, Betrügen oder Töten. Als sie Waldo trifft, prallen 2 Welten und Wertvorstellungen zusammen, was zu zahlreichen interessanten Gesprächen und Missverständnissen führt. Die wohl beste Szene aus „The (sort of) Dark Mage“ ist, als Alice und Waldo aneinander vorbeireden und sie denkt, dass er sie heiraten will, obwohl er sie nur als seine magische Dienerin verpflichten will. Einfach lustig!

Insgesamt überrascht Nelson Chereta in „The (sort of) Dark Mage“ mit einer tollen Story, interessanten Figuren, Humor und vielen überraschenden Wendungen. Mehr davon, bitte!

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenLeider wurde „The (sort of) Dark Mage“ von Nelson Chereta bislang nicht auf Deutsch übersetzt. Wer ein Fan von Waldo und Alice geworden ist, darf sich aber trotzdem freuen, denn der 2. Band der ungewöhnlichen Heroischen Fantasy-Reihe „After the Rabbit“ ist bereits erschienen und der 3. Band „The Rabbit Great and Terrible“ soll demnächst folgen.

Ein weiteren ungewöhnlichen Helden und Magier mit dem Namen Hase bietet auch Lorna Freemans spannende „Grenzlande“-Reihe. Hase ist ein junger Soldat mit vielen Geheimnissen und Fähigkeiten. Als in „Die Verpflichtung – Grenzlande 1“ herauskommt, dass Hase der Spross einer mächtigen Adelsfamilie und zudem noch ein Zauberlehrling ist, sind seine Fähigkeiten gefragt, denn die Grenzlande, in denen Elfen, Drachen, Feen und sprechende Tiere leben, werden von Plünderern geplagt und drohen seiner neuen Heimat Iversterre nun mit Krieg. Nur Hase, seine Truppe und der Botschafter und Berglöwe Laurel Faena können den Krieg noch verhindern. Sehr spannend und genial geschrieben – eins meiner absoluten Lieblingsbücher!

Weitere sympathische Helden und packende Abenteuer findet ihr auch in meinen Buchtipps aus dem Bereich Heroische Fantasy.

Die Website von Nelson Chereta:

Mehr zum Autor und seiner „Waldo Rabbit“-Reihe erfahrt ihr auf Nelson Cheretas englischsprachiger Website.

Das Buch:

Buchcover mit weißem Hasen zu "The (sort of) Dark Mage"492 Seiten

Taschenbuch

April 2013

CreateSpace Independent Publishing Platform

Preis: ca. 9,92 $

ISBN: 978-1484009352

Deutsche Übersetzung: bislang nicht geplant

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