Rachel Neumeier „Der Greifenmagier: Herr der Winde“

Inhaltsangabe zu „Der Greifenmagier: Herr der Winde“:

Rachel Neumeier "Der Greifenmagier - Herr der Winde"GreifenMagische WeltZaubererDie fünfzehnjährige Kes aus dem kleinen Gebirgsort Minasfurt im Königreich Farabiand war schon immer anders als alle anderen. Andere Menschen versteht sie nicht und obwohl sie ihre Schwester Tesme, die dank ihrer magischen Bindung zu Pferden ein Gestüt besitzt, liebt, ist sie froh, wenn sie die Einsamkeit und Stille der Berge genießen kann.

Als Kes eines Tages Greifen am Himmel sieht, verspürt sie eine unerklärliche Sehnsucht und als ein geheimnisvoller Fremder mit brennenden Augen und dem Schatten eines Greifs sie um ihre Hilfe als Heilerin bittet, folgt sie ihm. Kairaithin, der Greifenmagier, der menschliche Gestalt annehmen kann, erweckt ihre magische Begabung und die Neigung zum Feuer. Dank ihrer Gabe gelingt es Kes, die verletzten Greifen zu heilen. Doch König Iaor Safiad, der Herrscher von Farabiand, sowie die Bewohner von Minasfurt sind nicht glücklich über die plötzliche Einquartierung der Greifen, da sie Kreaturen des Feuers und des Windes sind und ihre Anwesenheit fruchtbares Land in eine neue Wüste verwandelt. Während der junge Fürst Bertaud, der Abgesandte und Freund des Königs, Verhandlungen mit den Greifen aufnimmt, nähert sich ihnen heimlich eine Armee aus Casmantium, der alten Heimat der Greifen. König Aroban plant nicht nur, die Greifen mithilfe seiner Kaltmagier und ihrer Eismagie endgültig auszurotten, sondern auch die Ablenkung zu nutzen, um große Teile von Farabiand zu erobern. Und nur die scheue, unerfahrene Kes kann ihn noch aufhalten und ihre Heimat retten.

Meine Meinung zu „Der Greifenmagier: Herr der Winde“:

„Der Greifenmagier: Herr der Winde“ ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe von Rachel Neumeier, die ich gespannt erwartet hatte. Meine Erwartungen konnte der Roman aber nicht erfüllen. Leider ist Kes keine Figur, mit der ich mich als Leserin identifizieren konnte. Auch die Greifen, die keine menschlichen Verhaltensweisen und Beweggründe haben, schieden als Identifikationsfiguren aus. Hinzu kamen noch komplizierte Dreifachnamen, von denen im Kontext mal der eine und mal der andere Name verwendet wurde, was bei mir zu einiger Verwirrung führte. Bis zum Ende des Romans ist es mir nicht gelungen, mir mehr als drei der kompletten Greifennamen zu merken.

Schade, denn das Konzept der Greifen war in meinen Augen das Interessante des gesamten Romans. Dass die Greifen Kreaturen des Feuers und des Windes sind, die Wüsten aus ihren Herzen erzeugen, fand ich eine spannende Idee. Dank Telepathie treten sie mit den Menschen in Verbindung, nur einer von ihnen, der Greifenmagier Kairaithin, kann menschliche Gestalt annehmen und sich problemlos außerhalb der Wüste bewegen. Alle anderen Greifen brauchen die Wüste zum Überleben. Ihre Feinde sind die menschlichen Erdmagier, gegenüber denen sie eine angeborene, gegenseitige Abneigung verspüren. Dies sorgt für zahlreiche Konflikte und Spannung im Roman.

Doch die Konflike zwischen Menschen und Greifen oder der Krieg gegen das Reich Casmantium reichen nicht aus, um aus dem Roman wirklich ein packendes Buch zu machen. Die einzige Figur, mit der ich etwas anfangen und mich identifizieren konnte, war der junge Fürst Bertaud und so habe ich mich leider oft dabei ertappt, wie ich ganze Seiten mit Kes und den Greifen überblättert habe, um zum nächsten Bertaud-Kapitel zu kommen. Schade eigentlich, das Potential einer guten Idee hat Rachel Neumeier leider nicht nutzen können.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenAufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen„Herr der Winde“ ist der erste Band der „Greifenmagier“-Trilogie von Rachel Neumeier. Band 2 und 3 „Land des Feuers“ und „Gesetz der Erde“ sind ebenfalls bereits erschienen. Gut zu wissen, aber kaufen werde ich mir die Fortsetzung definitiv nicht mehr.

Ein weiterer Autor, der Greifen in seinen Romanen beschreibt, ist der deutsche Fantasy-Autor Richard Schwartz. Die Greifen spielen hier aber nur eine Nebenrolle neben zahlreichen anderen fantastischen Wesen. Was gut so ist, denn um Längen spannender ist die Reihe „Das Geheimnis von Askir“ allemal. Wer sich für gut gemachte Sword-and-Sorcery-Fantasy interessiert, dem empfehle ich Band 1 „Das Erste Horn“.

Die Website von Rachel Neumeier:

Mehr zu Rachel Neumeier und ihren Romanen erfahrt ihr auf ihrer englischsprachigen Website.

Das Buch:

Rachel Neumeier "Der Greifenmagier - Herr der Winde"432 Seiten

Taschenbuch

November 2011

Bastei Lübbe Verlag

Preis: 8,99 € (D)

ISBN: 978-3-404-20655-1

Originaltitel: „Lord of the Changing Winds“

Deutsche Übersetzung: Thomas Schichtel

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