Richard Paul Evans „Im Netz des Feindes – Die Liga der Siebzehn 2“

Inhaltsangabe:

Junge läuft über 1 Brücke in einem südamerikanischen DschungelJugendbuchModerne WeltNachdem der 15-jährige Michael Vey erfahren hat, dass er nicht allein ist mit seiner ungewöhnlichen Gabe, sondern dass es insgesamt 17 elektrische Jugendliche gibt, die sogenannten Glows, wobei die übrigen unter der Kontrolle des machtgierigen und fanatischen Elgen Konzerns stehen, versucht er, seine entführte Mutter und die übrigen Glows aus der Gewalt der Elgen zu befreien und die Pläne des Konzerns zu stoppen.

Zusammen mit seiner Freundin Taylor, die ebenfalls über elektrische Fähigkeiten verfügt, seinem besten Freund Ostin und seinen Schulkameraden Jack und Wade, ist es Michael gelungen, die Elgen Akademie in Pasadena zu infiltrieren, die Glows Zeus, Ian, McKenna, Abigail und Grace zu befreien und dem Leiter der Akademie, Dr. Hatch, einen herben Rückschlag zu verpassen.

Doch noch immer hat Michael keine Ahnung, wohin die Elgen seine Mutter verschleppt haben. Zusammen mit seinen alten und neuen Freunden versuchen Michael und der neu gegründete Elektroclan den Häschern der Elgen zu entkommen und gleichzeitig seine Mutter zu finden. Als sie eines Tages eine Spur nach Peru finden, ahnen sie nicht, dass ihnen ihr gefährlichstes Abenteuer noch bevorsteht …

Meine Meinung zu „Im Netz des Feindes – Die Liga der Siebzehn 2“:

Ich bin so froh, dass mir durch Zufall die Jugendbuch-Reihe des Bestseller-Autors Richard Paul Evans ins Auge gefallen ist. Denn die Reihe gefällt mir wirklich super, wobei ich an dieser Stelle auch einmal die deutschen Cover des Baumhaus Verlags hervorheben möchte. Sie sehen einfach großartig aus und sind ein echter Eyecatcher. Nachdem ich sie gesehen und den Klappentext gelesen habe, musste ich „Die Liga der Siebzehn“ einfach haben.

Worum geht es in „Die Liga der Siebzehn – Im Netz des Feines“?

In der zeitgenössischen Fantasyreihe für Jugendliche dreht sich alles um elektrische Kräfte. Durch ein misslungenes Experiment haben sich bei Michael und 16 anderen Kindern besondere Kräfte entwickelt, wobei jeder Jugendlicher andere Fähigkeiten hat. Ich finde es überaus spannend, dass die Grundidee darauf basiert, dass jeder Mensch mit Elektrizität funktioniert und was wohl passieren würde, wenn jemand tausendmal stärkeren Strom durch seinen Körper fließen hätte als andere Menschen, und welche Fähigkeiten sich dadurch entwickeln könnten. Klar, dass das Thema Machtmissbrauch, menschliche Experimente und machtgierige Menschen da auch eine Rolle spielt.

Was in Peru passiert, will ich hier nicht ausführen, das würde zu viel verraten, nur so viel: Die Idee für den Plot und den Schauplatz fand ich wieder super spannend.

Die Hauptfiguren:

Der Ich-Erzähler Michael ist kein normaler Jugendlicher, nicht nur wegen seiner elektrischen Kräfte, die er jahrelang verbergen musste. Er leidet auch unter dem Tourette-Syndrom und hat nervöse Tics und Zuckungen, wenn er gestresst ist. Und Stress bekommt Michael auch in diesem Band wieder eine Menge. Zum Glück kann er sich da auf seine Freunde verlassen. Seine Gabe ist das Pulsieren, also elektrische Schläge abgeben.

Besonders sympathisch ist mir sein bester Freund Ostin. Er ist mega intelligent, aber dafür im sozialen Umgang, besonders mit Mädchen, eher unbeholfen. Auch wenn er keine Kräfte hat, ist er eine wertvolle Hilfe für Michael im Kampf gegen die Elgen.

Auch Taylor ist wichtig für Michael. Sie ist Cheerleaderin, hübsch, nett und Michaels Traummädchen. Ihre Gabe wirkt sich auf das menschliche Gehirn aus. Sie kann mit ihr Menschen neustarten und vergessen lassen, was gerade zuvor passiert ist.

Zum Elektroclan gehören auch die befreiten Glows: Zeus kann Blitze schleudern, ist aber so elektrisch geladen, dass die Berührung mit Wasser ihm selbst einen Schlag versetzt und ihn umbringen kann. Durch den Mangel an Körperhygiene stinkt er ziemlich. Daneben gibt es den blinden Ian, der seine Kräfte nutzen und mithilfe von Elektroortung sogar durch Wände sehen kann. McKenna kann Licht und Wärme erzeugen und sich unter anderem durch Gegenstände durchschmelzen. Abigail kann Schmerzen lindern oder sie komplett verschwinden lassen, wodurch sie die Heilerin der Gruppe ist. Grace ist recht zurückhaltend und besitzt die Fähigkeit, sich Daten von Computern herunter in ihr Gehirn zu laden und von dort auf andere Computer oder Festplatten.

Daneben erhalten Michael, Ostin und die Glows Unterstützung durch die einstigen Rüpel und Widersacher von Michael, Jack und Wade, die sich inzwischen zum Besseren entwickelt haben und loyale Freunde und Unterstützer geworden sind.

Auf der Seite der Gegner stehen Dr. Hatch, ein Fanatiker, der die menschliche Rasse mithilfe seiner Experiment auf eine neue Stufe der Evolution heben will, und seine loyalen Glows Tara, Taylors Zwillingsschwester, Quentin, Kylee, Bryan und Torstyn sowie der depressive Tanner.

Gehört das Buch zu einer Reihe?

Ja, „Im Netz des Feindes“ ist der 2. Band der Reihe „Die Liga der Siebzehn“, die von Richard Paul Evans weiter fortgesetzt wird.

Wie liest sich das Buch?

Auch Band 2 ist wieder mega spannend und man fiebert richtig mit Michael und seinen Freunden mit. Dadurch dass Michael der Ich-Erzähler ist, identifiziert man sich als Leser mit ihm, doch Kapitel aus der Sicht von Hatch oder der Freunde, wenn Michael nicht anwesend ist, runden die Geschichte gut ab und sorgen für zusätzliche Spannung. Ich habe den Roman wieder in einem Rutsch durchgelesen – durchlesen müssen – und freue mich nun schon auf den nächsten Band.

Was hat mir besonders gut an „Im Netz des Feindes“ gefallen?

Die Idee ist super. Ich finde es besonders klasse, wie vielfältig die Gaben der elektrischen Kinder sind. Hier hat Richard Paul Evans sehr viel Zeit und Ideen ins Konzept der Reihe gesteckt, ebenso wie in die Figurenentwicklung, und das spürt man als Leser.

Die Charaktere sind sehr gut gelungen und man kann neben den Helden auch die Bösewichte und Mitläufer um Dr. Hatch verstehen. Dadurch dass sich der Elektroclan auf der Flucht und damit erst einmal in der Defensive befindet, fiebert man als Leser natürlich mit, sodass die Handlung eine überaus spannende Flucht und ein Kampf ist, der immer wieder hin und her tobt.

Was hat mir nicht gefallen?

Da gibt es nichts. Ehrlich. Keine Kritikpunkte, gar nichts. 🙂

Wie hat mir das Buch insgesamt gefallen?

Einfach großartig! Dafür gibt es von mir die volle Punktzahl.

Wem würde ich „Die Liga der Siebzehn – Im Netz des Feindes“ empfehlen?

Der Roman ist genau das Richtige für Jungen und Mädchen, die auf Abenteuer, Außenseiter-Helden und moderne Contemporary Fantasy stehen. Der Fantasyroman eignet sich für jugendliche Leser ab 12 Jahren und für alle erwachsenen Fans von All Age Fantasy.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

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Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenVon Richard Paul Evans Jugendfantasy-Reihe „Die Liga der Siebzehn“ sind bislang zwei Bände auf Deutsch erschienen. Auf Englisch gibt es bislang bereits fünf Bände. Da der 1. Band im Februar 2016 auch als Taschenbuch bei Beltz & Gelberg erscheinen soll, hoffe ich sehr, dass die Übersetzung ins Deutsche bald weitergeht.

Die Reihe umfasst folgende Bände:

  1. „Unter Strom“
  2. „Im Netz des Feindes“
  3. „Battle of the Ampere“
  4. „Hunt for Jade Dragon“
  5. „Storm of Lightning“

Spannende und moderne Jugendfantasy mit Helden mit außergewöhnlichen Kräften bietet auch der Roman „Sturmbändiger“ von Jennifer E. Smith. Dort erfährt die 12-jährige Ruby, dass ihr Zwillingsbruder Simon ein Sturmbändiger sein soll, jemand der das Wetter beherrschen kann. Doch nicht alle Sturmbändiger wollen ihre Gabe zum Guten einsetzen und schon bald wissen Ruby und Simon nicht mehr, wem sie trauen können. Eine tolle Idee, gut umgesetzt und spannend erzählt. „Sturmbändiger“ kann ich euch nur wärmstens empfehlen.

Weitere Fantasyromane für junge Jugendliche findet ihr auch in meinen Empfehlungen Fantasy für Kinder ab 12 Jahren.

Die Website von Richard Paul Evans:

Richard Paul Evans findet man mit seinen Romanen regelmäßig auf den Bestseller-Listen wider. Mit „Die Liga der Siebzehn“ widmet sich der preisgekrönte Bestseller-Autor nun einer jüngeren Zielgruppe. Mehr über seinen Michael Vey, den Elektroclan und seine Romane erfahrt ihr auch auf seiner englischsprachigen Website http://www.michaelvey.com/

Das Buch:

Junge läuft über 1 Brücke in einem südamerikanischen Dschungel397 Seiten

gebunden

Oktober 2014

Baumhaus Verlag

Preis: 14,99 € (D)

ISBN: 978-3-8339-0318-2

Originaltitel: „Michael Vey: Rise of the Elgen“

Deutsche Übersetzung: Christina Pfeiffer

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