Robert Corvus „Grünes Gold – Die Schwertfeuer-Saga 3“

Inhaltsangabe:

grünes Buchcover mit gezacktem Schwert zu "Grünes Gold"Ein neuer Auftrag wartet auf die Söldner des Klingenrauschs. Baron Horold hat sie und ihre dämonischen Verbündeten engagiert, damit sie ihm und den Bewohnern von Klataal gegen die Überfälle der menschenfressenden Wilden aus Arzulans Urwald beistehen. Doch schon bald wird aus dem einfachen Garnisonsdienst der gefährlichste Auftrag bislang für Kampfherrin Eivora, Prinz Gonter und die Avatar Fiafila-Ignuto. Kommen sie rechtzeitig hinter das Geheimnis des Waldes?

Meine Meinung zu „Grünes Gold“:

Nachdem ich schon bei Band 1 und 2 bei der Leserunde auf Leserunden.de mitgemacht hatte, habe ich mich sehr gefreut, dass ich nicht nur beim 3. Band ebenfalls mitmachen konnte, sondern zudem auch noch ein Freiexemplar des Bandes gewonnen. 🙂

Worum geht es im Roman?

„Grünes Gold“ dreht sich um den neuesten Kontrakt des Klingenrauschs, der die Söldnerlegion dieses Mal in einen gefährlichen Urwald führt. Sie sollen Garnisonsdienst tun und die Bewohner von Klataal vor den Wilden beschützen. Doch es geht nicht nur um Leben und Tod, sondern auch um Traumsaft, das sogenannte grüne Gold des Waldes. Um ihren neuen Auftrag zu erfüllen, müssen die Söldner nicht nur in der Stadt gegen Intrigen und Geheimnissen kämpfen, sondern auch im Wald gegen die Kannibalen.

Die Hauptfiguren:

Eivora, die Tochter des früheren Flammenbringers Kester, ist die Kampfherrin (Befehlshaberin) des Sturmbanners. Sie ist noch recht jung, hat sich in den vergangenen beiden Kontrakten jedoch als Anführerin bewährt. Eivoras oberste Loyalität gilt dem Klingenrausch, dem Erbe ihres Vaters. Ihr Gefährte Aglix ist ein Feuersalamander.

Prinz Gonter ist ein Mann von Ehre und ein guter Schwertkämpfer. Er hat sich von seiner Bestimmung und seinem Vater König Harlef losgesagt, um sich seiner Geliebten Eivora und dem Klingenrausch anzuschließen. Inzwischen hat er sich von Eivora getrennt, um nicht als ihr Günstling zu gelten und um für seine eigenen Leistungen respektiert zu werden. Als frisch ernannter Rottmeister im Sturmbanner hat er erstmals eine Position mit Befehlsgewalt unter den Söldnern und muss sich dort bewähren.

Fiafila war einst eine Priesterin des Windgottes Basäon, bevor sie die Trägerin eines dämonischen Homunkulus wurde. Als Avatar Fiafila-Ignuto besteht sie aus zwei miteinander verbundenen Wesen mit unterschiedlichen Temperamenten, Werten und Zielen. Doch je mehr Zeit vergeht, desto größer wird der dämonische Einfluss und sie tut Dinge, die sie früher nie für möglich gehalten hätte. Sie kämpft darum, sich ihre menschliche Seite zu bewahren.

Midalin ist erst seit Kurzem eine Söldnerin im Zauberbanner. Sie kennt sich mit Giften, Düften und Heilpflanzen aus, muss das Kämpfen jedoch erst noch erlernen. Ihre Begeisterung gilt der Magie. Durch ihr puppenhaftes Äußeres wird sie meistens unterschätzt, was ihr bei Spionagemissionen zugutekommt. Begleitet wird sie vom Beo Bratz, den sie einst opfern wollte, weshalb zwischen den beiden eine Hassliebe besteht.

Prekesta war einst eine Verbündete des früheren Avatar Chastro-Ignuto, doch nach ihrer Initiation im Tempel der Dämonen wurde sie zur Heroldin des roten Risses. Ihr Körper ist durch die Initiation schwer verbrannt, doch dafür hat sie die Macht erlangt, Hass, Neid und Zorn in den Menschen zu wecken. Sie ist eine Sadistin, die es liebt, andere zu quälen.

Gehört das Buch zu einer Reihe?

Ja, „Grünes Gold“ ist der 3. und letzte Band der „Schwertfeuer-Saga“.

Wie liest sich das Buch?

„Grünes Gold“ startet rasant. Die Leser werden gleich mitten hinein geworfen in die von dämonischen Kräften und Kämpfen geprägte Welt des Klingenrauschs. Nicht nur der Spannungsbogen, auch das Setting mit dem europäisch anmutenden Urwald mit Buchen, anderen bekannten Laubbäumen und Riesenbäumen und der bedrohlichen Atmosphäre durch die überall scheinbar unsichtbar im Nebel lauernden Wilden hat mich sofort in seinen Bann geschlagen. Von den drei Einsatzorten, die wir im Laufe der Reihe kennen lernen, hat mich dieser am meisten begeistert. Die Mischung aus vertrauten und phantastischen Elementen war sehr gelungen und schnell begann der Wald vor meinen Leseraugen Gestalt anzunehmen und zu leben. Großartig!

Was hat mir besonders gut an „Grünes Gold“ gefallen?

Die Geschichte überzeugt mit Spannung, Magie, Geheimnissen, Ermittlungen, Kämpfen, zwischenmenschlichen Konflikten und persönlichen Problemen. Ich wusste nie, was wohl im nächsten Leseabschnitt passieren und welche neuen Gefahren und Herausforderungen auf unsere Helden und Bösewichter lauern würden. Ich mag es, wenn die Handlung sowohl logisch, aber auch überraschend ist, und das war hier eindeutig der Fall.

Ein weiterer großer Pluspunkt des Romans und der Reihe sind die ungewöhnlichen Figuren und starken Frauencharaktere. Als Leserin oder Leser kann man mit ihnen mitfiebern und sich je nach Geschmack mit Eivora, Midalin oder Fiafila-Ignuto identifizieren, von Prekesta fasziniert oder abgestoßen sein und Gonter klasse oder als einzigen ehrbaren Mann unter Söldnern eher langweilig finden. Eins bleibt aber gleich: Die Figuren packen die Leser und sorgen dafür, dass man sich fragt, wie es mit ihnen weitergeht, ob sie das neueste Abenteuer und die neuen Probleme überleben oder nicht.

Was hat mir nicht gefallen?

Ich habe keine Kritikpunkte. Es ist eher so, dass es eine Szene gab, die ich ein bisschen eklig fand, obwohl ich sonst keine Probleme mit Dark Fantasy habe.

Wie hat mir das Buch insgesamt gefallen?

Ein überaus gelungener Abschluss der „Schwertfeuer-Saga“. Meiner Meinung nach der beste Band der Reihe. Schade, dass die Reihe hiermit ihr Ende gefunden hat.

Wem würde ich „Grünes Gold“ empfehlen?

Wer Probleme mit Kampf- und Folterszenen – es geht hier immerhin um Söldner und Dämonen hat -, dem würde ich von dem Buch abraten. High Fantasy– und Dark Fantasy-Fans, die spannende und düstere Fantasy mögen, sind hier hingegen richtig.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

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Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen„Die Schwertfeuer-Saga“ von Robert Corvus umfasst insgesamt 3 Romane mit jeweils in sich abgeschlossenen Abenteuern, die ich jedoch dennoch in chronologischer Reihenfolge lesen würde, um die Figurenentwicklung zu verstehen:

  1. „Rotes Gold“
  2. „Weißes Gold“
  3. „Grünes Gold“

Leider wird es keine weiteren Romane aus der Dark Fantasy-Reihe mehr geben. Wer jetzt enttäuscht ist und sich gerne mehr aus der Welt der Söldner und Dämonen erhofft hat, hat Glück: Es gibt zusätzlich eine Novelle aus der Welt der „Schwertfeuer-Saga“, in der Gonter im Mittelpunkt steht. „Söldnergold“ ist zwischen den Geschehnissen von „Rotes Gold“ und „Weißes Gold“ angesiedelt, aber davon unabhängig, sodass man sie auch getrennt lesen oder sie als Einstieg in die Welt nutzen kann, um zu entscheiden, ob die Reihe einem gefallen könnte.

Wem „Die Schwertfeuer-Saga“ gefallen hat, dem kann ich auch „Drachenmahr“ empfehlen. Mir persönlich hat die High Fantasy-Geschichte über Zarria sogar noch einen kleinen Tick besser gefallen, denn sie ist nicht ganz so düster und überzeugte mich mit einer starken Heldin, mit der ich mich beim Lesen gut identifizieren konnte.

Weitere Dark Fantasy, die in einer High Fantasy-Welt spielen und die euch vielleicht gefallen könnten, sind zum Beispiel „Der unrechte Wanderer“ von Michael Marcus Thurner oder „Der Wanderer: Die Schamanin – Prolog einer Saga“ von Dominique Stalder.

Die Website von Robert Corvus:

Ihr möchtet mehr über den deutschen Fantasy- und Science Fiction-Autor Robert Corvus, „Die Schwertfeuer-Saga“ und seine weiteren Fantasy-Romane erfahren? Dann besucht doch auch mal Robert Corvus‘ Website http://www.robertcorvus.net/, seinen Youtube-Kanal oder seine Facebook-Seite. Es lohnt sich!

Das Buch:

grünes Buchcover mit gezacktem Schwert zu "Grünes Gold"448 Seiten

Taschenbuch

August 2017

Piper Verlag

Preis: 12,99 € (D)

ISBN: 978-3-492-28128-7

 

Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

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