Sarah Pinborough „Die Bürde des Blutes“

Inhaltsangabe zu „Die Bürde des Blutes“:

Sarah Pinborough "Die Bürde des Blutes"Magie & VerbrechenModerne WeltspannendDer Londoner Detektivinspektor Cass Jones verdankt es nur seinem kriminalistischen Gespür und seiner hohen Auflösungsquote, dass er immer noch Polizist ist. Seit vor zehn Jahren ein Undercover-Einsatz fürchterlich schief gegangen ist und Cass dabei einen Jugendlichen getötet hat, ist seine Karriere am Stagnieren. Wie viele andere resignierte Polizisten kassiert er Schmiergelder von den örtlichen Drogenbossen und ist auch selbst einer Prise Kokain nicht abgeneigt.

Doch als Cass durch die Krankheit eines Kollegen zwei große Mordfälle bearbeiten muss, gerät sein Leben endgültig aus den Fugen. Nicht nur dass er die kaltblütige Erschießung zweier zwölfjähriger Jungen auf offener Straße aufklären muss, er bekommt es auch mit einem Serienkiller zu tun, der junge Frauen tötet und auf den Leichen mysteriöse Botschaften und Fliegenlarven hinterlässt. Zusammen mit seinem Sergeant Claire May und dem Profiler Dr. Tim Hask versucht er die Botschaft des Serienmörders zu entschlüsseln.

Doch dann begeht Cass‘ jüngerer Bruder Christian Selbstmord und tötet seine Frau und seinen Sohn, Cass‘ Ehe mit seiner Frau Kate geht in die Brüche und der Serienmörder, der sich der Mann der Fliegen nennt, bringt ihn auf die Spur des geheimnisvollen Mr. Bright, Christians ehemaligen Boss und der Kopf hinter dem einflussreichen, internationalen Finanzinstitut Die Bank. Cass, der am Selbstmord seines Bruders zweifelt und auf eigene Faust die Vergangenheit recherchiert, begegnet nicht nur dem Geist seines Bruders, sondern auch einer Spur in die Vergangenheit seiner Familie und einen Hinweis auf den Schein und Mr. Bright. Er erkennt, dass Mr. Bright und sein Gegenspieler, der Mann der Fliegen, ein kompliziertes Spiel mit ihm spielen. Doch wem kann Cass noch vertrauen?

Meine Meinung zu „Die Bürde des Blutes“:

Auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Krimi aufgebaut, entführt „Die Bürde des Blutes“ den Leser schnell in die Abgründe einer mächtigen übernatürlichen Gesellschaft, zu der auch Mr. Bright und der Herr der Fliegen gehören. Sarah Pinborough spielt dabei geschickt mit dem Leser, dem wie der Hauptfigur Cass erst langsam klar wird, dass hinter den Fällen mehr steckt, als der menschliche Verstand begreifen kann.

Während die Natur der übernatürlichen Gegenspieler in diesem spannenden, ein paar Jahre in der Zukunft spielenden Mysterythrillers nebensächlich bleibt, nimmt das Rätsel um die zwiespältige Wesen der Hauptfigur Cass einen breiten Raum ein. Cass entdeckt, dass er und die anderen Mitglieder seiner Familie über den Schein verfügen – eine Art Licht, das in den Augen zu erkennen ist -, der seine Besitzer zu einer gesteigerten Wahrnehmung und Aura verhelfen. Dank des Scheins gelingt es Cass, als paranormalem Ermittler, Hinweise zu seinen Fällen zu finden, welche die anderen Detektive übersehen. Unterstützung erhält er dabei von seinem Bruder, der ihm als Geist erscheint.

Sarah Pinborough gelingt es im ersten Teil ihrer Mysterythriller-Reihe, sowohl den traditionellen Krimileser als auch den Fantasyfan mit der Story und den Figuren zu fesseln. Einziger Wermutstropfen ist, dass aufgrund der Natur eines ersten Bandes viele wichtige Fragen am Ende offen bleiben. Wir können gespannt sein, wie es mit dem Detektiv und Mr. Bright weitergeht.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenAufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenAufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenAufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenWem „Die Bürde des Blutes“ von Sarah Pinborough gefallen hat, dem empfehle ich auch den zweiten und dritten Band um Cass und Mr. Bright, die unter dem Titel „Die Farben der Finsternis“ und „Der Atem der Apokalypse“ erschienen sind.

Wer nicht genug bekommen kann von paranormalen Ermittlern, dem möchte ich auch „Die Flüsse von London“ von Ben Aaronovitch empfehlen. Spannend ist auch die Harry Dresden-Reihe. Bereits mehr als 10 Mal hat Autor Jim Butcher die Leser an „Die dunklen Fälle des Harry Dresden“, eines Magiers, teilnehmen lassen. Los geht’s mit Band 1 „Sturmnacht“.

Fans der besonderen Mischung aus Fantasy und Thriller dürfen sich Dan Wells Trilogie um den fünfzehnjährigen John und seine Dämonengegner nicht entgehen lassen. Der erste Band trägt den spannenden Titel „Ich bin kein Serienkiller“.

Die Website von Sarah Pinborough:

Mehr zu Sarah Pinborough und ihren Romanen erfahrt ihr auf ihrer englischsprachigen Homepage.

Das Buch:

Sarah Pinborough "Die Bürde des Blutes"479 Seiten

gebunden

Januar 2011

Otherworld Verlag (Ueberreuter)

Preis: 16,95 € (D)

ISBN: 978-3-8000-9535-3

Originaltitel: „A Matter of Blood“

Deutsche Übersetzung: Catrin Frischer

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