Stephen R. Lawhead „Die Zeitwanderer“

Inhaltsangabe zu „Die Zeitwanderer“:

Stephen R. Lawhead "Die Zeitwanderer"Als Kit Livingstone in einer Londoner Gasse plötzlich in einen unerwarteten Sturm gerät, glaubt er seinen Augen nicht zu trauen. Denn plötzlich befindet er sich nicht mehr in London, sondern in einer Küstenstadt, wo er seinen tot geglaubten Urgroßvater Cosimo trifft. Cosimo klärt ihn darüber auf, dass er gerade eine Reise über die Ley-Linien gemacht hat.

Uralte Pfade, die den Reisenden durch Zeit und Raum und manchmal sogar in eine alternative Realität führen? Kit glaubt natürlich nicht daran und hält den ganzen Vorfall für einen Trick. Doch als er kurz darauf zusammen mit seiner Freundin Wilhelmina wieder eine Ley-Linie betritt und es Wilhelmina an einen unbekannten Ort verschlägt, braucht Kit die Hilfe seines Urgroßvaters.

Meine Meinung zu „Die Zeitwanderer“:

„Die Zeitwanderer“ von Stephen R. Lawhead ist der Auftaktband zu einer fünfteiligen Reihe und ich muss sagen, das merkt man leider. Während ich Stephen R. Lawheads Romane früher gerne gelesen habe, war ich von diesem fürchterlich enttäuscht. Dem Autor ist es leider nicht gelungen, aus einer guten Idee – Ley-Linien, Reisen an andere Orte, in fremde Zeiten und alternative Welten – mehr als eine extrem lange Einleitung zu machen.

Die Längen in der Geschichte sind leider in jedem Kapitel spürbar. Und während man eigentlich als Leser hofft, nach den beiden Reisen in den Anfangskapiteln endlich mehr über das Reisen und die Ley-Linien zu erfahren und viele spannende Reisen zu erleben, bekommt man von Lawhead unzählige, lange und langweilige Kapitel über Kit in einem früheren, alternativen England zu lesen, der von seinem Urgroßvater leider nichts über die Ley-Linien erfährt, während Wilhelmina in einem vergangenen Prag das erste Kaffeehaus Europas eröffnet. Das war aber nicht die Geschichte, die ich erwartet hatte und lesen wollte.

Und so sind nur die gelegentlichen Kapitel über den Ley-Linien-Forscher Arthur Flinders-Petrie und seinen Gegenspieler, den fiesen Lord Burleigh, eine zeitweilige Unterbrechung von der Langeweile. Erst am Ende nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf und man fragt sich, warum Lawhead nach der Einleitung nicht direkt mit dem Schluss weitergemacht hat. Spannender wäre es auf jeden Fall gewesen.

Fazit: Nicht zu empfehlen.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenAufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden SternenWer sich für spannende Zeitreisen-Romane interessiert, dem möchte ich stattdessen die All Age-Romane „Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“ empfehlen. Kerstin Gier schafft es, das Thema auf so unterhaltsame Weise und mit so sympathischen und packenden Figuren zu erzählen, dass man nach dem dritten Band staunend wieder aus ihrer Romanwelt auftaucht und bedauert, dass es keinen vierten Roman gibt.

Eine weitere gelungene Umsetzung des Zeitreisen-Themas ist „Der Funke des Chronos“ von Thomas Finn, in der es den Studenten Tobias ins Hamburg des Jahres 1842 verschlägt.

Weitere Empfehlungen zum Thema findet ihr in der Rubrik Zeitreisen.

Die Website von Stephen R. Lawhead:

Mehr zu Stephen R. Lawhead und seinen Romanen erfahrt ihr auf seiner englischsprachigen Homepage.

Das Buch:

Stephen R. Lawhead "Die Zeitwanderer"432 Seiten

Taschenbuch

November 2011

Bastei Lübbe Verlag

Preis: 12,99 € (D)

ISBN: 978-3-404-20648-3

Originaltitel: „Bright Empires 1 – The Skin Map“

Deutsche Übersetzung: Dr. Arno Hoven

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