Stuart Daly „Animal Guardians – Die Hüter von Andalon“

Inhaltsangabe zu „Animal Guardians – Die Hüter von Andalon“:

Buchcover mit Jungen mit Schwert, weißem Tiger und DracheKinderbuchDiebeDrachenDer 15-jährige Waisenjunge und Straßendieb Caspan erhofft sich nicht viel vom Leben, außer den nächsten Tag zu erleben. Hoffnung kommt in der Gestalt eines alten Mannes und seiner beiden Leibwächter, die ihn auf seiner Flucht einholen, nachdem er den Alten bestohlen hat, und ihm eine Chance bieten, sich der Bruderschaft, einer geheimen Gesellschaft aus professionellen Schatzjägern, anzuschließen.

Nachdem er die anspruchsvolle Aufnahmeprüfung bestanden hat, bricht im Haus der flüsternden Stimmen ein neues Leben für Caspan an. In den anderen Kadetten – dem frechen Roland, der strebsamen, bücherliebenden Sara und dem stolzen und starken Lachlan – findet er neue Freunde. Und er bekommt einen magischen Gefährten und Freund, einen Hüter, den Drachen Raureif.

Während die Kadetten und ihre Hüter zusammenwachsen, Kampftechniken und altes Wissen erlernen, ist die Gefahr durch die riesenhaften Roon aus dem hohen Norden fern. Doch bei einem Ausbildungsflug auf ihren geflügelten Hütern holt die Realität sie ein: Eine große Flotte der barbarischen Roon ist unbemerkt in das Territorium der Vier Königreiche eingedrungen und nur Caspan, seine Freunde, die Hüter und ihr Meister Morgan können die Eroberung ihrer Heimat noch abwenden …

Meine Meinung:

„Animal Guardians – Die Hüter von Andalon“ von Steve Daly war eine der Dezember-Novitäten, auf die ich mich besonders gefreut habe. Leider konnte der Roman meine (zu) hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen.

Worum geht es in „Animal Guardians – Die Hüter von Andalon“?

Im Roman geht es um einen jugendlichen Dieb, sein Leben auf der Straße und die Abenteuer, die er im geheimen Orden der Bruderschaft erlebt, wo er zum Kämpfer und professionellen Schatzjäger ausgebildet wird, um der Bedrohung durch die riesenhaften Roon (die ca. 2,5 Meter groß sind) mit den magischen Artefakten der Dray etwas entgegensetzen zu können. Neben Abenteuern und Unterricht geht es dabei auch um Schlachten. Insgesamt kann man „Animal Guardians – Die Hüter von Andalon“ daher als Fantasy-Abenteuer bezeichnen.

Die Hauptfiguren:

Hauptfigur der Reihe ist der 15-jährige Caspan, aus dessen Sicht der Roman erzählt wird. Zusammen mit seinen neuen Freunden, dem stets zu Streichen aufgelegten Roland, der braven, gebildeten Sara, dem stolzen und kräftigen Lachlan und ihrer Mitschülerin, der temperamentvollen Kilt, die Caspan aus irgendeinem Grund zu hassen und zu verachten scheint, bilden sie die Kadetten der elitären Bruderschaft, die nur wenige Mitglieder umfasst.

Zu den interessantesten Figuren der Reihe zählen meiner Meinung nach die Hüter, Caspans Drache Raureif, Rolands Mantikor Bandit, Saras Pegasus Wolkentänzerin, Lachlans Greif Klaue und Kilts Schneeleopardin Wisper. Sie kommen als sehr intelligent und geheimnisvoll rüber, haben eigene Persönlichkeiten und sind ein Überbleibsel des magisch sehr fortschrittlichen Volkes der Dray, eine Rasse, die vor langer Zeit die Vier Königreiche verlassen hat. Ich würde sehr gerne mehr über die Hüter und die Dray erfahren.

Gehört das Buch zu einer Reihe?

Ja, „Die Hüter von Andalon“ ist der erste Band der „Animal Guardians“-Reihe und die Leser dürfen gespannt sein, wie es mit Caspan, seinen Freunden und den Hütern weitergehen wird. Der 2. Band „Kampf in den Highlands“ soll im Sommer 2016 erscheinen.

Wie liest sich das Buch?

Der Fantasyroman für Kinder und Jugendliche liest sich größtenteils spannend und bietet neben packenden Abenteuern in einer phantastischen Welt auch viele Geheimnisse, die angedeutet und teilweise aufgedeckt werden, sowie Kampfszenen und Schlachten. Die letzten hundert Seiten mit den Schlachten fand ich persönlich etwas lang und nicht ganz so spannend.

Wer keine Kampfszenen mag, sollte lieber die Finger von „Animal Guardians 1“ lassen, denn besonders im letzten Drittel wird viel gekämpft und die anderen Aspekte des Romans treten in den Hintergrund.

Was hat mir besonders gut an „Animal Guardians – Die Hüter von Andalon“ gefallen?

Ich mochte die Hauptfigur Caspan, in den man sich als Leser wirklich gut hineinversetzen kann. Er hatte keine leichte Kindheit – seine Eltern sind an der Pest gestorben, als er 8 Jahre alt war -, aber das Leben auf der Straße hat ihm nicht sein gutes Herz rauben können. Auch die anderen Kadetten sind größtenteils sympathisch und werden von Stuart Daly gelungen beschrieben.

Was mir sonst am Reihenauftakt der „Animal Guardians“ gefallen hat, sind natürlich die Hüter. Ein bisschen zu kurz kamen sie mir im Roman noch, besonders am Ende, als die Schlacht tobt und Caspan und seine Freunde größtenteils allein mit Waffen gegen die Roon kämpfen. Aber es ist erst der 1. Band der Reihe und Caspan und die anderen sind noch dabei, sich an ihre Hüter-Freunde zu gewöhnen und ein Team zu werden. Ich denke, dass die Hüter im nächsten Band dann eine größere Rolle spielen werden.

Ich muss gestehen, ich fand das Cover zunächst etwas verwirrend, da Caspan oben mit Kilts Schneeleopardin und sein Drache Raureif unten zu sehen ist. Erst im Roman klärt sich auf, wer und was dort abgebildet ist. Aber insgesamt finde ich Vorder- und Rückseite des Buches, die wunderschön gezeichnet sind und vier verschiedene Hüter und Caspan zeigen, einfach klasse. Ein toller Hingucker in meinem Bücherregal!

Was hat mir nicht an „Animal Guardians – Die Hüter von Andalon“ gefallen?

Okay, ich gebe es ja zu, die Kämpfe und die große Schlacht am Ende waren nicht so meins. Was auch daran lag, dass dieser Teil sich über einhundert Seiten zog und mir sehr lang erschien. Auch wurde die Gruppe irgendwann getrennt und Raureif und die anderen Hüter spielten in der Schlacht größtenteils eine Nebenrolle. Ich finde, da wurde Potential verschenkt. Mit den Hütern wäre mir dieser Teil des Romans spannender und kurzweiliger gewesen. Aber nun ja, vielleicht war das Stuart Daly einfach noch zu früh, da die Jugendlichen zu diesem Punkt ja noch nicht lange mit ihren Hütern trainiert haben. Wer weiß. Ich hoffe auf jeden Fall auf mehr Hüter-Action im 2. Band.

Wie hat mir das Buch insgesamt gefallen?

Ich lese ja sehr viel Fantasy für Kinder und Jugendliche, aber „Animal Guardians 1“ war der erste Roman seit Langem, der mir das Gefühl vermittelt hat, nicht zur Zielgruppe zu gehören. Die Idee und die Figuren fand ich super, doch der Fokus, den Autor Stuart Daly bei seiner Geschichte legt, ist ganz klar auf junge Leser ausgerichtet. Manche Passagen haben mich daher nicht angesprochen oder kamen mir nicht ganz schlüssig vor. Ich vergebe daher 3,5 Bücher, was aufgerundet 4 Bücher ergibt.

Wem würde ich „Animal Guardians – Die Hüter von Andalon“ empfehlen?

Der Roman ist ein Fantasy-Abenteuer für Fantasyfans ab 11 Jahren und ich würde ihn eher Jungen empfehlen als Mädchen.

Bewertung und weiterführende Empfehlungen:

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen

Aufgeschlagenes Buch mit aufsteigenden Sternen„Die Hüter von Andalon“ ist der 1. Band der Fantasyreihe „Animal Guardians“. Band 2 „Kampf in den Highlands“ ist bereits angekündigt und soll im August 2016. Der 3. Band „The Final Battle“ ist auf Englisch bereits erschienen.

Wem der Roman von Stuart Daly gefallen hat, darf sich eventuell auf weiteren Lesestoff aus seiner Feder freuen, denn seine Reihe „The Witch Hunter Chronicles“ wartet auch noch darauf, ins Deutsche übersetzt zu werden.

Weitere spannende Buchtipps für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren oder ab 12 Jahren findet ihr bei mir in den jeweiligen Rubriken. Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern!

Die Website von Stuart Daly:

Mehr über den Jugendbuch-Autor Stuart Daly und seine Werke erfahrt ihr auf seiner englischsprachigen Homepage http://stuartdaly.weebly.com/.

Das Buch:

Buchcover mit Jungen mit Schwert, weißem Tiger und Drache416 Seiten

Taschenbuch

Dezember 2015

cbj Verlag

Preis: 9,99 € (D)

ISBN: 978-3-570-22569-1

Originaltitel: „Brotherhood of Thieves – The Wardens“

Deutsche Übersetzung: Michael Koseler

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